Content:

Donnerstag
16.04.2020

Medien / Publizistik

Abzüglich des anteiligen Gewinns am Joint Venture CH Media hat AZ Medien mit Verleger Peter Wanner (Bild) 3,8 Millionen Verlust gemacht.

Die AZ Medien AG von Verleger Peter Wanner hat im letzten Jahr mit dem Newsportal Watson, Tele M1 und TeleBärn um die 22 Millionen Franken umgesetzt und dabei einen Verlust von knapp vier Millionen Franken erlitten.

Zusammen mit den Anteilen am Joint Venture CH Media kommt AZ Medien auf einen Umsatz von 246 Millionen, ein Betriebsergebnis von 6,5 Millionen und einen Gewinn von 5,6 Millionen Franken.

Umsatz und Gewinn von CH Media hat AZ Medien «zu 50 Prozent konsolidiert», schreibt das Wanner-Unternehmen am Mittwoch, ohne anzugeben, um welche Art von Konsolidierung es sich handelt.

Unter Anwendung der Quotenmethode flössen von CH Media 224 Millionen Umsatz und 9,4 Millionen Gewinn in die Abrechnung von AZ Medien. Ohne die Beteiligung am Joint Venture wäre das Medienunternehmen demnach mit 3,8 Millionen Franken im Minus.

Genauere Angaben zu den Entwicklungen der Geschäfte machten die AZ Medien nicht. Auf Nachfrage des Klein Reports erklärte Michael Wanner, Delegierter des Verwaltungsrates, dass «keine Geschäftszahlen zu den einzelnen Segmenten bekannt gegeben werden».

Peter Wanner, Verleger und Verwaltungsratspräsident, spricht von einem «soliden Ergebnis» und bezieht sich dabei auf den Start von CH Media, der geglückt sei.

Treiber des Umsatzes von CH Media war unter anderem die Übernahme der 3-Plus-Sendergruppe, für deren Finanzierung der Medienkonzern tief in die Miesen gegangen ist.

Das zeigt sich im erhöhten Fremdkapital von CH Media, das von 192,2 (Stand: 31.12.18) auf 350,8 (Stand: 31.12.19) Millionen Franken angestiegen ist. Um die Übernahme von 3 Plus stemmen zu können, hat CH Media also neue Schulden in Höhe von knapp 160 Millionen Franken aufgenommen.

Aufgrund der Corona-Krise beantrage der Verwaltungsrat der AZ Medien AG, auf eine Ausschüttung von Dividenden zu verzichten, so Wanner. «Der Verzicht wird den Aktionären an der Generalversammlung vom 29. Mai 2020 entsprechend beantragt.»