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Mittwoch
08.09.2021

Digital

Teaser von localsearch: «SWISS LIST ist das kostengünstige Einstiegsprodukt für alle KMU, die den Anschluss nicht verpassen wollen - eine Basispräsenz für jedes KMU, das online mithalten will.»

Die Wettbewerbshüter schauen einmal mehr, ob die staatliche Swisscom eine marktbeherrschende Stellung hat.

Dieses Mal geht es um die Swisscom Directories: «Es bestehen Anhaltspunkte, dass Directories mit der Einführung der ‚SWISS LIST‘-Produkte Wettbewerber behindert und Endkunden benachteiligt», heisst es vonseiten der Wettbewerbskommission (Weko) zum neuen Fall. Die Untersuchung soll auch prüfen, ob sich die Swisscom-Tochter «im Sinne des Kartellgesetzes missbräuchlich verhalten hat», teilte die Weko am Dienstagmorgen mit.

Swisscom Directories ist die Herausgeberin des gedruckten Telefonbuchs und Betreiberin der beiden Online-Verzeichnisdienste «local.ch» und «search.ch». Im Frühling 2019 habe Directories das Einheitsprodukt «SWISS LIST» eingeführt «und damit den Preis und die Bedingungen für die Ergänzung des Telefonbucheintrags grundlegend geändert».

«Neu werden verschiedene Produkte und Dienstleistungen nur noch gebündelt angeboten. Dies kann nach einer ersten Einschätzung zu einer Behinderung von Wettbewerbern und zur Benachteiligung der Marktgegenseite führen», schreibt die Weko abschliessend.

Localsearch selber beschreibt sich auf der Webseite als «der führende Marketing- und Werbepartner für Schweizer KMU mit mehr als 400'000 Schweizer KMU-Kunden». Mit local.ch und search.ch führe das Unternehmen die reichweitenstärksten Verzeichnisplattformen der Schweiz.

«Alles aus einer Hand, inklusive kostenloser Hotline und persönlicher Beratung vor Ort. Erwarten Sie von uns Schweizer Servicequalität zum fairen Fixpreis», wirbt die Swisscom-Tochter für sich, die seit 2016 von CEO Stefano Santinelli geleitet wird und nach eigenen Angaben über 800 Mitarbeitende an 3 Hauptstandorten in Zürich, Bern und Sion sowie an über 30 Regionalstandorten beschäftigt.