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Mittwoch
01.07.2020

TV / Radio

Die «persönliche Chemie» zwischen CEO Michael Bornhäusser (Bild) und dem neuen Stiftungsratspräsidenten Nikolaus Tamm hat nicht gestimmt.

Das Basler Regionalfernsehen und sein CEO Michael Bornhäusser gehen getrennte Wege. Die Stiftung Telebasel und ihr geschäftsführender Stiftungsrat Bornhäusser haben das Mandat für die Geschäftsführung von Telebasel vorzeitig beendet.

«Seit Amtsantritt des neuen Stiftungspräsidenten Nikolaus Tamm hat sich gezeigt, dass keine tragfähige Basis für die weitere Zusammenarbeit mit Michael Bornhäusser besteht», schreibt die Stiftung Telebasel am Dienstag in einer Mitteilung.

Auf Nachfrage des Klein Reports präzisierte Tamm: «Angesprochen ist einerseits die persönliche Chemie zwischen Michael Bornhäusser und mir. Andererseits möchte die personell erneuerte Delegation des Stiftungsrats einen frischen Start vornehmen.» Der Basler Rechtsanwalt Nikolaus Tamm gehört dem Stiftungrat seit über 20 Jahren an.

Die Beendigung des CEO-Mandats, was eigentlich auf Ende 2020 geplant war, werde deshalb um ein halbes Jahr vorgezogen. Gleichzeitig ziehe sich Michael Bornhäusser «aus allen Organen der Stiftung» zurück.

Zuletzt war Bornhäusser wegen seines Interview-Stils in einem Talk mit Ueli Vischer, Verwaltungsratspräsident der Messe Schweiz, in die Kritik geraten. Dieser Talk ist laut Nikolaus Tamm «vielfach diskutiert und intern aufgearbeitet» worden.

«Es ist von Anfang an und wiederholt kommuniziert worden, dass er nicht mehr als Moderator tätig sein wird. Auch wenn deswegen noch Verfahren laufen, hat der Talk bei der jetzigen Ablösung als CEO keine Rolle gespielt», so Nikolaus Tamm gegenüber dem Klein Report am Dienstagnachmittag.

Michael Bornhäusser war seit 2012 Mitglied des Stiftungsrates und der Delegation der Stiftung Telebasel. Nach dem Abgang von Dominik Prétôt wurde er im Sommer 2017 auf Mandatsbasis CEO von Telebasel. In dieser Funktion war er für die neue Multi-Channel-Strategie des Regional-TV-Senders verantwortlich.

Die Neuausrichtung sei «unbestrittenermassen ein grosser Erfolg», so Tamm weiter. Sie habe bei Bornhäussers Abgang «keinerlei Rolle» gespielt.

«Die am 6. Juni 2020 personell erneuerte Delegation wird die Neubesetzung der Geschäftsführung sowie die strategischen Entscheidungen bezüglich Weiterentwicklung des Medienunternehmens umgehend an die Hand nehmen», heisst es weiter.

Das Tagesgeschäft werde von der Geschäftsleitung mit Karin Müller (Chefredaktorin), Pascal Albert (Head of Sales) und Linus Pauls (Head of Operations) verantwortet.