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Dienstag
3.5.2016

Medien / Publizistik

«...hin und wieder auf die Nase fallen»

Grosser Bahnhof für die bekannte Beauty- und Wellness-Unternehmerin Bea Petri, in ihrem «Wohnzimmer», in der Schminkbar in Zürich.

Da wo alles 2003 begann, präsentierte die Visagistin und ausgezeichnete Unternehmerin (Veuve-Cliquot 2013) an der Seite ihres Co-Autors Andreas Turner, der Mitbesitzer der Zürcher Kommunikationsagentur Red Act Communication ist, und vor Freunden wie Sabina Schneebeli, Viktor Giacobbo und Sabine Boss aber auch vielen Weggefährten und Kunden ihr Buch «Ungeschminkt».

Bea Petri erzählte dem Publikum in sehr unterhaltsamer Art und Weise, wie es zu diesem Buch gekommen ist. «Der Werd Verlag wollte mit mir ein Buch übers Schminken machen, doch dazu hatte ich ehrlich gesagt wenig Lust. Zumal es schon genügend Bücher zu diesem Thema auf dem Markt gibt», erzählt die 60-Jährige Bernerin. «Was ich mir aber durchaus vorstellen konnte, war ein Buch über mein spannendes, abwechslungsreiches Leben zu schreiben.»

Der Verlag willigte ein und stellte Bea Petri Andreas Turner als journalistischen Beistand zur Seite. «Mir war wichtig, dass ich Kapitel für Kapitel selber geschrieben habe. Andreas hat es mit viel Respekt korrigiert und redigiert. Und zusammen haben wir ein Buch geschaffen, hinter dem ich voll und ganz stehen kann.»

Erste Eindrücke aus «Ungeschminkt» gab bei der Vernissage Heidi Maria Glössner gekonnt zum Besten. Sie ist nicht nur eine langjährige Freundin von Bea Petri sondern auch eine bekannte Filmschauspielerin, die TV-Zuschauer vor allem aus dem Schweizer Erfolgsfilm «Herbstzeitlosen» an der Seite der verstorbenen Stephanie Glaser, kennen.

Auch wenn die meisten Schweizer und vor allem Schweizerinnen Bea Petri als erfolgreiche Unternehmerin kennen, so gab es auch im Leben der Bernerin durchaus dunkle und schwierige Zeiten. Doch sie möchte weder die Höhen und Tiefen missen. «Sie gehören zum Leben. Man muss hin und wieder auf die Nase fallen. Ein Mensch, der nur Höhen erlebt, kann diese gar nicht richtig einordnen», erzählt sie gegenüber dem Klein Report. Seit dreizehn Jahren führt sie gemeinsam mit ihren Töchtern Lia und Kim die Geschäfte.

Als Unternehmerin stellt sie immer mehr fest, «dass der heutigen Jugend Sitzleder und Durchhaltewillen fehlt. Denn sie werfen die Flinte schon beim kleinstem Problem ins Korn», sagt Petri. «Ich habe kürzlich gelesen, dass 80 Prozent der Mitarbeiter schon kurz nach dem Start einer neuen Stelle gedanklich schon bei der nächsten Stelle sind.» Mit anderen Worten, nur gerade 20 Prozent bleiben dem Arbeitgeber treu. «Eine kleine Quote, um die man jeden Tag hart kämpfen muss. Auch ich als Unternehmerin.»

Ohne Kampf, Engagement, eisernem Willen und einer Portion Glück wäre aus der langjährigen Maskenbildnerin nie die Unternehmerin Bea Petri geworden, die aber nicht nur ans Geschäft denkt, sondern sich seit vielen Jahren auch in Afrika engagiert, wo sie an der Seite ihrer Vertrauten Safi, die bei der Buch-Vernissage natürlich anwesend war, eine Schule aufgebaut hat, in der junge Einheimische eine Berufsausbildung in den Bereichen Schneiderei, Kosmetik, Coiffure und Maskenbild erhalten. Als Präsidentin des Fördervereins «Nas mode» wird das Engagement in Afrika auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens sein.

Afrika liegt ihr so sehr am Herzen, dass sie sich deshalb wünscht, dass das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) sie dereinst mal auf einen Besuch nach Burkina Faso begleitet, damit sie vor Ort zeigen kann, was Hilfe zur Selbsthilfe an Positivem auslösen kann. «Am liebsten wäre es mir, wenn mich die TV-Journalistin Monika Schärer begleiten würde. Ihr liegt Afrika genau so am Herzen wie mir.»