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Samstag
28.03.2020

Medien / Publizistik

Verzicht auf die nächste Dividendenausschüttung «zurzeit kein Diskussionsthema».

Die TX Group stellt sich auf eine längere Phase mit Kurzarbeit ein. Die Löhne sollen zu 100 Prozent weiter ausbezahlt werden und die Geschäftsleitung verzichtet auf Boni. Ein Dividenden-Verzicht steht offenbar nicht zur Debatte.

«Die Entwicklung rund um die Ausbreitung des Coronavirus geben uns nicht Anlass zur Hoffnung, dass wir wieder rasch zur Normalität zurückkehren werden können», schrieb Kommunikationsleiter Patrick Matthey am Freitag in einer Rundmail, die dem Klein Report vorliegt.

Die TX Group stelle sich daher auf eine «längere Phase mit noch umfassenderer Kurzarbeit» ein.

Um die Auswirkungen für die Mitarbeitenden abzufedern, habe die Geschäftsleitung entschieden, die 80 Prozent Kurzarbeitsentschädigung der Arbeitslosenversicherung «freiwillig und vorerst beschränkt bis Ende Juni 2020 auf 100 Prozent auszugleichen», heisst es in der Mail weiter. Die Löhne würden also in bisheriger Höhe weiterhin ausbezahlt.

Gleichzeitig haben die Geschäftsleitung der TX Group und die Geschäftsführer der vier Sub-Unternehmen Tamedia, Goldbach, 20 Minuten und TX Markets entschieden, «auf einen allfälligen Anspruch gemäss bisherigem Unternehmensleitungs-Gewinnbeteiligungsprogramm für das Geschäftsjahr 2020 zu verzichten».

Dagegen ist ein Verzicht auf die nächste Dividendenausschüttung «zurzeit kein Diskussionsthema», sagte Patrick Matthey auf Nachfrage des Klein Reports. Laut Informationen der Gewerkschaft Syndicom, die kürzlich einen Dividenden-Verzicht gefordert hatte, soll es dabei um 37 Millionen Franken gehen.

Bei den Vergütungen an die Unternehmensleitung fürs Geschäftsjahr 2019 handelt es sich laut der Gewerkschaft um eine Summe von acht Millionen Franken.