Content:

Sonntag
22.03.2020

Medien / Publizistik

Syndicom fordert: Keine Dividendenausschüttung von 37 Millionen, keine Vergütung von über 8 Millionen an die Unternehmensleitung und Verzicht von VR-Entgelten von 2 Millionen Franken...

Die TX Group hat Kurzarbeit angemeldet, wie der Medienkonzern laut Syndicom seine Angestellten am Freitag informierte. Die Gewerkschaft verlangt, dass Aktionäre und Unternehmensleitung auch ihren Beitrag leisten.

«Ausgerechnet jetzt verlangt das Unternehmen von seinen Angestellten ein weiteres grosses Opfer, indem ihnen über Kurzarbeit der Lohn reduziert wird», schreibt Syndicom am Freitagabend.

Die Gewerkschaft verlangt, dass an der kommenden Aktionärsversammlung auf die beantragte Dividendenausschüttung von 37 Millionen Franken, die Vergütungen der Unternehmensleitung im Umfang von mehr als 8 Millionen Franken und auf die Entgelte des Verwaltungsrats von gut 2 Millionen Franken verzichtet wird. «Alles andere wäre ein Hohn gegenüber dem Personal und gegenüber den Sozialversicherungen», schreibt die Gewerkschaft.

Kurzarbeit und überhöhte Dividenden sind für Syndicom nicht vereinbar: «In Zukunft muss das Personal und seine Vertretung vor solch weitreichenden Massnahmen einbezogen, angehört und viel transparenter informiert werden.»

Das Instrument der Kurzarbeit und die vom Bundesrat beschlossene Lockerung der Anspruchsvoraussetzungen seien von grosser Bedeutung, um die Arbeitsplätze und die Löhne zu sichern. «Es ist jedoch nicht da, um überhöhte Boni, Vergütungen und Dividenden zu ermöglichen.»