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Mittwoch
11.03.2020

Medien / Publizistik

«TX Group»-Präsident Pietro Supino weist aber doch noch einen Gewinn von 97,8 Millionen aus, in dem Verkaufsgewinne von Localsearch und Starticket mitgenommen werden...

Der heute als TX Group firmierende Tamedia-Konzern hat 2019 nur dank der Zukäufe von Goldbach und Zattoo den Umsatz um 6,8 Prozent auf 1,079 Milliarden Franken steigern können.

Das Ergebnis auf EBIT-Stufe brach hingegen um 46,5 Prozent auf 70,4 Millionen ein; das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 4,4 Prozent auf 196,8 Millionen Franken. Die Umsatzsteigerung sei auf Änderungen im Konsolidierungskreis zurückzuführen, «insbesondere auf die Akquisition von Zattoo Group im Jahr 2019 und die früheren Akquisitionen von Basler Zeitung AG, Goldbach Group und Neo Advertising SA, deren Umsatz 2019 erstmals ganzjährig konsolidiert wird», schreibt die TX Group dazu am Dienstag.

Den Konzerngewinn weisen die Mannen um Pietro Supino aber doch noch mit 97,8 Millionen Franken aus, der vor allem durch die vormalige wilde Preistreiberei bei Localsearch, heute Swisscom Directories AG, mit ausgewiesenen 18,7 Millionen Franken zustande kam. Aber auch der Verkauf von Starticket brachte 7,2 Millionen Franken.

In dem heute wie einem Finanzkonzern geführten Unternehmen wird das Flaggschiff «Tages-Anzeiger» mit keinem Wort mehr erwähnt, auch die «SonntagsZeitung» als Stütze an der Zürcher Werdstrasse sucht man vergeblich.

Diese «Tamedia-Unternehmenseinheit» ist unter Bezahlmedien gelistet, wo der Umsatz um 3,9 Prozent auf 512,9 Millionen Franken (2018 waren es 533,8 Millionen Franken) zurückging, was Tamedia mit dem bekannten «strukturell rückläufigen Printwerbemarkt» begründet.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sank um 11,8 Prozent auf 43,9 Millionen Franken, im Vergleich zu 49,7 Millionen Franken im Vorjahr. Die EBITDA-Marge steht jetzt bei 8 Prozent (Vorjahr 8,6 Prozent).

Die TX Group schreibt dazu selber: «Das Betriebsergebnis vor Effekten aus Unternehmenszusammenschlüssen (EBIT-adj.) liegt bei 16,2 Millionen Franken (Vorjahr 29,5 Millionen Franken), was einer EBIT-adj.-Marge von 2,9 Prozent entspricht.»