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Donnerstag
19.04.2018

Medien / Publizistik

Geissbühler: «Die gesetzten Ziele erreichen»

Nach der Übernahme des «Tagblatts der Stadt Zürich», der beiden Gratiszeitungen «Furttaler» und «Rümlanger» sowie den Beteiligungen an GHI und «Lausanne Cités» in der Romandie kommt es bei der Swiss Regiomedia AG zu einem Führungswechsel: Rolf Bollmann übergibt die Zügel in die Hände des neuen CEO Marcel Geissbühler.

In der Swiss Regiomedia AG werden derzeit die 24 Lokalzeitungen, die im letzten Jahr vom Zehnder-Verlag übernommen wurden, gebündelt. Im Zweiten Quartal 2018 kommen die von Tamedia gekauften Titel dazu. Das Unternehmen gehört zur Zeitungshaus AG, also der ehemaligen BaZ Holding.

«Es war immer so vorgesehen, dass ich die Geschäftsführung wieder abgebe, ich werde bald 70», erklärte Rolf Bollmann auf Nachfrage des Klein Reports die Stabsübergabe. «Dies gilt umso mehr, wenn man neue Titel dazukauft. Mit den Beteiligungen an GHI und `Lausanne Cités` in der Westschweiz hat sich der Wechsel aufgedrängt.»

Mit dem zweisprachigen Marcel Geissbühler, der per 1. Juni die Geschäftsführung übernimmt, soll die Brücke zwischen Deutsch- und Westschweiz gebaut werden, wie Bollmann sagte. Geissbühler arbeitet seit 2005 bei der Groupe Gassmann in Biel und ist seither an der sprachlichen Schnittstelle tätig, seit 2013 als Geschäftsführender Direktor.

Marcel Geissbühler hat sich zudem an der Swiss Regiomedia AG beteiligt. Über die Höhe der Beteiligung könne Rolf Bollmann nichts sagen, erklärte er dem Klein Report. Geissbühler selber sagte: «Die Übernahme von unternehmerischer Verantwortung, die durch die Beteiligungsmöglichkeit unterstrichen wird, ermöglicht mir, die gesetzten Ziele zu erreichen.»

An der Zeitungshaus AG, der Muttergesellschaft von Swiss Regiomedia, halten weiterhin Christoph Blocher 34 Prozent, Markus Somm und Rolf Bollmann je 33 Prozent. Den vielbesagten Stichentscheid hat also Blocher.

Angesprochen auf die Pläne der Swiss Regiomedia AG mit den zusätzlichen Titeln, die von Tamedia übernommen werden, erklärte Bollmann: «Wir wollen an Reichweite gewinnen und so für den Werbemarkt interessanter werden. Neu umfasst unser ganzes Portfolio 1,3 Millionen Exemplare pro Woche und erstreckt sich auch über Sprachgrenzen hinweg.»

Aktuell sind die verschiedenen Zeitungen von Swiss Regiomedia in der Deutschschweiz auf zwölf Standorte verteilt. «Furttaler» und «Rümlanger» sollen laut Bollmann beim bestehenden Standort in Bülach, also bei der «Unterland Zeitung», angesiedelt werden. Das «Tagblatt der Stadt Zürich» werde hingegen den Standort in Zürich bei Tamedia voraussichtlich behalten.

«Das hängt auch davon ab, ob wir mit Tamedia einen Dienstleistungsvertrag aushandeln können», erklärte Rolf Bollmann dem Klein Report. Rein publizistisch ändere sich nach erfolgter Übernahme «gar nichts» beim Publikationsorgan der Stadt Zürich. «Wieso auch? Das Produkt ist erfolgreich, gut positioniert und beliebt.»