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Freitag
15.01.2021

Medien / Publizistik

«In der Redaktion selbst wird eine freie Stelle nicht mehr nachbesetzt», so CEO Gilbert Bühler...

Die deutschsprachige Tageszeitung «Freiburger Nachrichten» hat den Abbau von 5,5 Vollzeitstellen verkündet. Die durch die Pandemie verstärkten Einbussen im Werbemarkt setzen dem Freiburger Verlagshaus zu.

«Seit Ausbruch der Corona-Pandemie verzeichnete die Freiburger Nachrichten AG einen Rückgang der Werbeeinnahmen um 20 Prozent», schreiben CEO Gilbert Bühler und Chefredaktor Christoph Nussbaumer am Mittwoch in ihrer Zeitung in eigener Sache. Eine Erholung sei kurzfristig nicht absehbar.

Darauf reagiert der Verlag nun mit einer Sparrunde: Die Freiburger Nachrichten AG streicht 5,5 von insgesamt 47,1 Vollzeitstellen. «Davon fallen 1,5 Stellen in der Administration und in der Druckvorstufe durch Kündigungen von drei Mitarbeitenden weg», sagte Gilbert Bühler auf Nachfrage des Klein Reports.

Der Rest wird durch Pensionierungen und Frühpensionierungen abgebaut. «In der Redaktion selbst wird eine freie Stelle nicht mehr nachbesetzt», so Bühler zur Reorganisation des Unternehmens.

Den «Freiburger Nachrichten» macht insbesondere der Einbruch des lokalen Werbegeschäfts zu schaffen: «Die Corona-Pandemie hat den lokalen Werbemarkt stärker getroffen als den nationalen Markt. Wir spüren vor allem die fehlenden Inserate von Event- und Gastrobetrieben», erklärte Bühler.

Dank Kurzarbeit, dem «grossem Einsatz des Personals» und Unterstützungsmassnahmen durch Bund und Kanton konnte das Unternehmen das erste Corona-Jahr überstehen. Mittlerweile sind die Angestellten der Freiburger Nachrichten AG laut Bühler nicht mehr in Kurzarbeit.

Von den Sparrunde nicht betroffen sind die im letzten Herbst vorgestellten neuen digitalen Angebote des Verlagshauses. Eine neue News-App und ein überarbeiteter Onlineauftritt mit neuen Abomodellen würden sich demnach auf der Zielgerade befinden und seien «kurz vor der Lancierung», sagte Gilbert Bühler gegenüber dem Klein Report.