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Montag
13.07.2020

Marketing / PR

Öko- und Schweizer Marken machen die Top Ten unter sich aus. Prominente Ausnahme: Netflix.

Nachhaltigkeits-, Digital- und Schweizer Marken dominieren wie in den Vorjahren die Top Ten des aktuellen «Brand Predictor», den Havas Schweiz am Donnerstag publiziert hat. Die grossen Verlierer sind die Auto- und Telekom-Marken.

Fast alle Auto-Brands haben an Rängen eingebüsst. Die grosse Ausnahme bildet der Tesla-Konzern, der bei der jüngsten Gruppe sogar die stärkste Zunahme überhaupt verzeichnete. Die Elektromobile scheinen bei den Digital Natives das Mass für Autos zu sein.

Auffällig ist auch, dass die Telekomunternehmen Swisscom, UPC und Sunrise viel «Markenmomentum», wie die Studienautoren ihre Währung nennen, eingebüsst haben. Auch Instagram und Snap Chat verzeichnen einen deutlichen Vertrauensverlust. Zu den «Aufsteigern des Jahres» gehören neben Tesla auch Spotify und Twint.

In den Top Ten sind Öko- und Schweizer Marken am besten repräsentiert, ähnlich wie in den Vorjahren. Prominente Ausnahme ist der Streamer Netflix, der auf Rang 2 landete. Auf der Skala «Beliebtheit» zulegen konnten Fairtrade Max Havelaar, «Aus der Region für die Region» von Migros, Bio Suisse, Migros Bio, Alnatura sowie «Miini Region» von Coop.

Auf der «Vertrauens»-Skala werden die Top Ten von Schweizer Traditionsmarken wie Ricola, Lindt, Victorinox, Zweifel, Ovomaltine, Migros oder Wernli dominiert.

«Die Schweizer schenken nach wie vor jenen Produkten das grösste Vertrauen, mit denen sie langjährige Beziehungen führen oder damit aufgewachsen sind. Vertrauen gilt erarbeitet zu werden und bildet sich über die Zeit», heisst es in der Studie dazu.

Deutlich «beliebter» geworden sind im Auge der Konsumenten Apple Pay und Philips. Innovationen wie zum Beispiel das Hue System von Philips würden eine Marken «revitalisieren», heisst es weiter.

Mit dem Rang 4 ist die «Schweiz» als Nationalemblem seit der ersten Erhebung des «Brand Predictors» so beliebt wie nie zuvor. Eine Chance für die darbende Tourismusindustrie.

Die Studie wurde vor dem Corona-Lockdown durchgeführt.