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Mittwoch
08.09.2021

Medien / Publizistik

Der lange Weg zur Geschlechtergleichheit: Ringier bringt seine Hausinitiative auf 88 Magazinseiten unter seine Leser. (Bild zVg)

Mit der «Equal Voice»-Initiative bemüht sich Ringier nicht nur darum, Frauen in den Medien sichtbarer zu machen. Sondern auch, sich selbst in diesem löblichen Bemühen zu zeigen.  

Das neuste Beispiel in Ringiers beflissener «Equal Voice»-Kommunikation ist 88 Magazinseiten stark. Das Glanzstück ist aufwendig umgesetzt und ansprechend produziert vom Ringier Brand Studio. 

Inhaltlich fasst es die Themen rund um Geschlechtergleichheit zusammen und macht mit einer Studie darauf aufmerksam, wie sehr Frauen in Vorbildfunktionen weiterhin fehlen.

Und in den Schlagzeilen: 82  Prozent aller Artikel weltweit handeln von Männern. Auch in der Schweiz ist das nicht bedeutend besser: Nur in einem von vier Artikeln ist eine Frau die Protagonistin. 

Um dieses Missverhältnis zu ändern, hatte Ringier im November 2019 seine Gender-Initiative lanciert – ein Herzensprojekt nicht etwa der HR-Abteilung oder des CEOs, sondern von Finanz-Chefin Annabella Bassler

«Das Thema Chancengleichheit beschäftigt mich schon seit meiner Kindheit in Brasilien», wird Bassler zum Magazin-Launch am Mittwoch in einer ausführlichen Medienmitteilung zitiert.

«Trotz Covid-Pandemie haben wir in den letzten knapp zwei Jahren einiges erreicht und dürfen grosse Fortschritte verkünden. Aber es ist ein Marathon und kein Sprint», bringt Bassler auf den Punkt, was alle Gender-Gap-Statistiken belegen.

Das nun erschienene Glanzstück wird einmalig der «Handelszeitung», der «Schweizer Illustrierten» und dem «SonntagsBlick» beigelegt. Bleibt zu hoffen, dass «Equal Voice» nicht nur ein günstiges Licht auf den Ringier-Konzern wirft. Sondern auch in gewissen Köpfen hängen bleibt.