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Samstag
03.08.2019

Medien / Publizistik

KKR will 20 Prozent der Springer-Aktien kaufen

Der US-Finanzinvestor sucht weiter Anteile beim Medienkonzern Axel Springer: Um als Investor einsteigen zu können, müssen in der Nacht von Freitag auf Samstag mindestens 20 Prozent der Aktien an KKR gehen.

Bis Freitagmittag hatte die New Yorker Finanzfirma KKR (Kohlberg, Kravis, Roberts) 19,18 Prozent der Aktien von Streubesitz-Aktionären erworben. Nun hat KKR noch wenige Stunden, um bis Mitternacht die 20-Prozenthürde zu schaffen, zu welcher sich das Investmentunternehmen in den Verhandlungen verpflichtet hatte.

In der Zwischenzeit sorgt ein am 19. Juli veröffentlichtes gemeinsames Statement von Konzern- und Betriebsrat des Springer-Konzerns für Bedenken: In der Stellungnahme halten die Verantwortlichen zwar fest, dass sie der geplanten Übernahme von mindestens 20 Prozent der Aktien vonseiten KKR «neutral gegenüberstehen» und dass die Absichten von KKR durch Arbeitnehmervertretungen und Belegschaft begrüsst werden.

Jedoch weisen Konzern- und Betriebsrat darauf hin, dass es sich bei den von KKR geäusserten Absichten um eine Momentaufnahme handelt. «Es ist möglich, dass die Bieterin ihre in dieser Angebotsunterlage geäusserten Absichten und Einschätzungen nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage ändert», heisst es in der Stellungnahme.

Vor allem die von KKR in Aussicht gestellte Strategie, die «Welt»-Gruppe fortzuführen, gilt als nicht gesichert, wie es in einem Artikel der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» vom Mittwoch heisst.

Weil die «Welt»-Sparte mittlerweile als defizitär gilt, würden viele im Unternehmen eine Zerschlagung des Konzerns fürchten, sobald KKR definit mit an Bord sei.