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Donnerstag
11.07.2019

Medien / Publizistik

Die Investoren-Vereinbarung zwischen KKR, Verlegerin Friede Springer und Vorstandschef Mathias Döpfner beinhaltet ein Schlupfloch: Sollte es zum geplanten Einstieg des US-Finanzinvestors bei Axel Springer kommen, so würde die Weiterführung der Welt-Gruppe an eine «Voraussetzung» geknüpft.

Wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) schreibt, erhalten «Welt» und «Welt am Sonntag» keine Bestandsgarantie. Dies geht aus der 221 Seiten langen Angebotsunterlage von KKR zuhanden der Aktionäre von Axel Springer hervor.

Auf Seite 32 des Dokuments heisst es im Wortlaut: «Der Investor und die Bestandsaktionärsgesellschaften haben in der Vereinbarung vom 12. Juni 2019 vereinbart, den Geschäftsbereich der Welt-Gruppe (einschliesslich der Tageszeitung 'Welt', 'Welt am Sonntag', digitale Angebote der 'Welt' und Fernsehsender Welt) fortzuführen.»

Doch unmittelbar nach diesem Bekenntnis, die Welt-Gruppe fortzuführen, wurde folgende Einschränkung festgehalten: «Dies steht unter der Voraussetzung einer angemessenen Steuerung der jährlichen Ergebnissituation» - eine Formulierung, die den Parteien viel Spielraum lässt.

Laut FAZ sei «dem Vernehmen nach wohl schlicht die wirtschaftliche Entwicklung, die Rentabilität gemeint». Es gehe dem Finanzinvestor KKR darum, dass auch der journalistische Konzernteil von Axel Springer auf die Kosten achten müsse.