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Donnerstag
23.09.2021

Medien / Publizistik

Neuer Arbeitsplatz für 600 neue Schreiberlinge... (Bild: axelspringer.com)

Nach dem Start von Bild TV sowie dem Kauf von «Politico» soll es beim Axel-Springer-Verlag offenbar im ungebremsten Tempo so weitergehen. «Die Trendwende ist geschafft», meinte jedenfalls Vorstand Jan Bayer in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung».

Demnach will der Verlag in Berlin die Zahl seiner Journalistinnen und Journalisten um mehrere Hundert aufstocken. Man wolle mit der Beteiligungsgesellschaft KKR sowie dem kanadischen Pensionsfonds CPPIB im Rücken einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau der schon vorhandenen Geschäfte investieren.

«Von den 16’000 Mitarbeitern bei Axel Springer arbeiten 9'000 im Medienbereich, davon sind 2’400 Journalistinnen und Journalisten, und das sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als 3'000 werden, ein Viertel mehr», verspricht Bayer. Wer nachrechnet, kommt somit auf 600 Neue. Und «Politico» sei da noch nicht eingerechnet.

Weiter meinte Bayer im Interview, Journalismus sei als wachsendes Geschäftsmodell zurück. Axel Springer sei im ersten Halbjahr im Medienbereich gewachsen, obwohl man in Print marktbedingt verloren habe. «Wir können mit journalistischen Geschäftsmodellen wieder wachsen, obwohl wir im analogen Bereich verlieren. Wer hätte das noch vor ein paar Jahren gedacht.»