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Donnerstag
16.09.2021

Kino

Auch Streaming-Dienste träumen von der Grossleinwand: ZFF hofiert die Netflix-Serie «The Billion Dollar Code» (Bild zVg)

Mit der Reihe «Series» zelebriert das Zurich Film Festival (ZFF) Erzählen in Episoden. Zum ersten Mal in der Geschichte des ZFF wird mit «The Billion Dollar Code» eine Netflix-Serie präsentiert, «als Weltpremiere und in voller Länge».

«Nach Monaten von Lockdowns und Kontaktbeschränkungen ist das Bedürfnis gross, gemeinsam Filme zu schauen. Wieso sollte das bei Serien anders sein?», wird Christian Jungen, Artistic Director des ZFF, in einer Mitteilung zitiert. 

Gleichzeitig träume jeder Serien-Creator davon, sein Werk auf Grossleinwand dem Publikum zeigen zu können. Denn auf dem Sofa zu Hause klatsche keiner am Ende. 

Jungen ist auch überzeugt, dass die Streaming-Anbieter erkannt hätten, dass sie Filmfestivals bräuchten, um im Gespräch zu bleiben. Serien seien längst nicht mehr der kleine Bruder des klassischen Spielfilms, sondern, wie es Christine Albrecht vom Programmteam des ZFF ausdrückt, «die rebellische Cousine, die sich immer wieder neu erfindet – je nachdem, was die Geschichte verlangt». 

Albrecht hat die «Series»-Reihe fürs ZFF zusammengestellt und Serien gefunden, die, «egal ob in 9 oder 900 Minuten, den Geschichten den Raum zugestehen, den sie für ihre optimale Entfaltung brauchen». 

Die Netflix-Serie «The Billion Dollar Code» erzählt in vier verdichteten Episoden die Geschichte zweier deutscher Computerpioniere, die im Kampf gegen einen scheinbar unbesiegbaren Gegner vor Gericht ziehen, um als Erfinder des Google-Earth-Algorithmus anerkannt zu werden. 

Auch «Neumatt», die neue SRF-Dramaserie von Marianne Wendt, kommt am ZFF «ins Kino». Im Zentrum steht hier der gut bezahlte Consultant, der sich nach dem Suizid des Vaters um dessen hoch verschuldeten Bauernhof kümmern muss. 

Und in Gustavo Pizzis «Os Ultimos Dias De Gilda» muss sich eine freiheitsliebende Brasilianerin gegen reaktionäre Christen behaupten.