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Donnerstag
22.08.2019

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ADC hat eine Stellungnahme angekündigt

Die Nachricht, dass der Nachwuchswettbewerb Young Lions Schweiz künftig auf die Kategorie Media beschränkt wird, ist in der Kreativbranche nicht gut angekommen. Neben Print und Digital wird ausgerechnet die Kategorie Film, die in Cannes unter den Kreativen als Königsdisziplin gilt, begraben.

Christof Kaufmann, CEO von WerbeWeischer Schweiz, führte auf Nachfrage des Klein Reports aus, ob es vor dem Entscheid eine Absprache mit den Organisatoren des Cannes Lions Festivals oder mit dem ADC Switzerland, der die Jungtalente für die Young Lions auswählt, gab.

«Als Repräsentant dürfen wir solche Entscheidungen autark treffen, aber natürlich stehen wir im engen Austausch mit den Veranstaltern des Festivals», so der CEO des Vermarkters von Kinowerbung, der ergänzte: «Den ADC haben wir unverzüglich und persönlich über unsere Entscheidung informiert.»

Die «Fokussierung» auf die Kategorie Media, bei der es laut Kaufmann «eine enge Überschneidung» zum Kerngeschäft von WerbeWeischer gibt, erfolge nicht aus Kostengründen, sondern aus organisatorischen Überlegungen.

Entscheidend ist hier offenbar, dass es sich der Kinovermarkter mit den Werbeauftraggebern und Media-Agenturen als wichtige Hauptansprechpersonen nicht verscherzen will. «Wir pflegen einen tollen Umgang mit den Kreativagenturen. Entscheidungen, ob Kinowerbung zum Einsatz kommt, werden aber von den Werbeauftraggebern gefällt, unterstützt durch die Empfehlung der Media-Agenturen», erklärte Christof Kaufmann.

Deshalb sind es nicht die Interessen der Werbeauftraggeber oder Media-Agenturen, sondern diejenigen der Kreativagenturen, die ausgerechnet beim wichtigsten Kreativwettbewerb der Werbebranche hintangestellt werden. «Ich kann eine Enttäuschung in der Kreativgemeinde verstehen», sagte der CEO zum Klein Report.

Wie der Kreativverband ADC auf den Entscheid von WerbeWeischer Schweiz und Weischer.Media reagiert, ist noch unklar. Im Hintergrund brodelt es bereits. Gioia Bozzato, Geschäftsführerin des ADC Switzerland, wollte auf Nachfrage des Klein Reports am Mittwoch nicht Stellung beziehen. «Es wird ein Statement geben, welches wir morgen oder spätestens am Freitag versenden werden.»