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Freitag
23.08.2019

Werbung

SWA-Direktor Roland Ehrler: «Diese Reduktion auf Kosten des Nachwuchses ist kein gutes Zeichen.»

Die Abwertung des Young Lions Wettbewerbs hat nicht nur die Kreativszene, sondern auch den Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) auf dem falschen Fuss erwischt. Der Verband spricht von einem «unerwarteten Rückschlag» und hofft, dass nun eine gute Lösung gefunden wird.

«Die Förderung des kreativen Nachwuchses in der Schweiz ist für die Werbeauftraggeber ebenso wichtig wie für die Agenturen. Somit waren wir überrascht, dass es zu diesem Entscheid kam», so SWA-Direktor Roland Ehrler am Donnerstag zum Klein Report.

Die einschneidende Reduktion des Young-Lions-Wettstreits durch WerbeWeischer und Weischer.Media sei nicht mit dem Verband abgesprochen worden. «Die Verantwortlichen für diesen Wettbewerb handelten in den vergangenen Jahren, ohne mit uns als Vertreter der Werbeauftraggeber in der Schweiz zu sprechen», erklärte Ehrler.

Ist der Fokus auf die Kategorie Media aus Sicht des Werbe-Auftraggeberverbands verständlich? «Sicher finden wir die Kategorie Media gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig. Was aber nicht heisst, dass man auf die anderen verzichten sollte», lautet die kritische Einschätzung des Verbandsdirektors zur Tatsache, dass die Segmente Film, Print und Digital alle eingestellt werden.

Dass ausgerechnet bei der Nachwuchsförderung auf die Bremse getreten wird, sei für die Schweizer Kreativbranche «ein unerwarteter Rückschlag», den Roland Ehrler mit Sorge beobachtet. «Die Cannes Lions bleiben für viele Werber der Olymp unserer Branche. Diese Reduktion auf Kosten des Nachwuchses ist kein gutes Zeichen.»