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Freitag
06.08.2021

IT / Telekom / Druck

Urs Schaeppi erklärt: «Es entstand ein Dominoeffekt, ähnlich wie ein Stau, der in St. Gallen entsteht, weil in Bern eine Strasse gesperrt ist.»... (© Bild: Swisscom)

Überspitzt formuliert kann man sagen, dass Internetstörungen und Notrufausfälle bei der Swisscom heute fast schon an der Tagesordnung sind: Am Dienstag war das Internet blockiert, Mitte Juli fiel erneut der Notruf aus – das vierte Mal in nur 18 Monaten.  

Nun erklärt sich Swisscom-CEO Urs Schaeppi dazu in einem Videostatement, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Er gesteht: «Das darf nicht sein und ist inakzeptabel.» Die Störung im Juli hätte ihn und die ganze Swisscom erschüttert.

Grund für die Panne sei ein Software-Update an einem System der Telefonie-Plattform gewesen. Diese hätte laut Schaeppi gar nichts zu tun mit dem Notruf. Doch die Realität bewies das Gegenteil und es fragt sich, ob die Swisscom die Komplexität ihrer Systeme noch durchblickt.  

Weiter erklärt Urs Schaeppi die Panne nur unzulänglich: «Es entstand ein Dominoeffekt, ähnlich wie ein Stau, der in St. Gallen entsteht, weil in Bern eine Strasse gesperrt ist.»

Doch der CEO des staatsnahen Betriebs verspricht Besserung: Nun müsse das System weiterentwickelt und einfacher und robuster gemacht werden. Zudem seien Sofortmassnahmen im Netzbereich eingeleitet und ein Audit vergeben worden, um die Swisscom «extern zu challengen».

«Mit den Notruforganisationen müssen wir das Gesamtsystem weiter optimieren», schlussfolgert Schaeppi schliesslich etwas unkonkret.