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Mittwoch
18.03.2020

Medien / Publizistik

Von der sofortigen Einstellung des Verkaufs, die «bis auf Weiteres» gilt, sind etwa 450 Personen betroffen... (©Ruben Hollinger)

Der Verein Surprise reagiert auf die Corona-Krise: Der Verkauf des gleichnamigen Strassenmagazins wird per sofort und «bis auf Weiteres» eingestellt. Davon betroffen sind 450 Verkaufende, die ohnehin in prekären finanziellen Verhältnissen leben.

Auch die Sozialen Stadtrundgänge des Vereins werden ab sofort nicht weiter durchgeführt, wodurch 14 weitere Personen vorläufig ihre Arbeit verlieren.

Mit dieser drastischen Massnahme leiste Surprise einen «Beitrag zur Eindämmung des Virus» und nehme Rücksicht auf «die besonders exponierte und vulnerable Gruppe der armutsbetroffenen und sozial benachteiligten Verkaufenden und Stadtführenden».

«Die Massnahmen stellen die Verkaufenden und Stadtführenden sowie den Verein Surprise vor massive Herausforderungen», teilten die Verantwortlichen am Dienstag mit.

Denn viele der 450 Verkäuferinnen und Verkäufer sowie 14 Stadtführende seien armutsbetroffen und «für ihr Überleben vom Verkauf des Strassenmagazins und von den Führungen abhängig».

Der Verein setze alles daran, den Verkaufenden und Stadtführenden «finanziell und psychisch Hilfe zu leisten». Zu diesem Zweck wurde am Dienstag ein «dringender Spendenaufruf» an die Bevölkerung gerichtet.