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Freitag
17.09.2021

Medien / Publizistik

Die heutige Kaderstufe der Tagesverantwortlichen bei den einzelnen Radioprogrammen wird in Zukunft wegfallen... (Bild: SRF)

Grossangelegter Umbau beim Schweizer Radio (SRF): Im Rahmen des Umzugs in die Radio Hall verschlankt der Sender die Führungsorganisation im Bereich Kanäle Radio. Dies soll Effizienzgewinne bringen und die programmübergreifende Zusammenarbeit vereinfachen. Doch auch ein Stellenabbau im Führungsbereich wird es geben.

Ab dem 1. April 2022 werde die Programmleitung von Radio SRF 1 auch für die Musikwelle verantwortlich sein, diejenige von Radio SRF 3 auch für Radio Virus, schreibt das SRF am Donnerstag und verspricht: «Jeweils zusammen mit einer Teamleitung bei der Musikwelle und bei Virus stellen sie sicher, dass die beiden Kanäle auch weiterhin über ein eigenständiges Profil verfügen.»

Zur gleichen Führungsstufe unter Bereichsleiter Robert Ruckstuhl werden künftig auch folgende Positionen gehören: «Leitung SRF 2 Kultur in Basel», «Leitung Musikprogrammierung Kanäle Radio», «Leitung Planung Radio und Online» und «Leitung Digitales Audio, inklusive Team Radio Online», so die Funktionsbezeichnungen im neuen Organigramm.

Die letzten zwei Funktionen wurden laut SRF neu geschaffen und würden im Oktober intern ausgeschrieben werden.

Wegfallen werde in Zukunft die heutige Kaderstufe der Tagesverantwortlichen bei den einzelnen Radioprogrammen. Diese Aufgabe wird neu von den Programmleitungen «Radio SRF1 / Musikwelle» und «Radio SRF 3 / Virus» übernommen.

Die Reorganisation ist auch ein Aderlass. Es kommt zu einem Stellenabbau im Führungsbereich. Zudem würden die linearen Radioprogramme künftig weniger «Führungsaufwand» benötigen, sodass Stellen in die Produktion von Audioangeboten für junge Zielgruppen verlagert würden. «Ziel ist es, den Abbau im Führungsbereich und die Umlagerungen in junge Angebote möglichst mit den bestehenden Mitarbeitenden umzusetzen», beschönigt das SRF.

Die Neustrukturierung kommentiert Robert Ruckstuhl folgendermassen: «In der Radio Hall mit grossen, zusammenhängenden Arbeitsflächen werden die Teams viel stärker programmübergreifend arbeiten. Dort, wo parallele Führungsprozesse wie zum Beispiel in der Planung und Steuerung gut zusammengeführt werden können, sparen wir an Führungsaufwand. Dort, wo die spezifischen Profilierungen passieren, bleiben wir bei den spezifischen Führungsstrukturen für jeden Sender.»