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Donnerstag
05.04.2018

TV / Radio

SRF-Radios sollen von Bern nach Zürich

Im Gefolge der «No Billag»-Abstimmung denkt die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) laut über die Senkung der eigenen Betriebskosten nach. Geprüft wird unter anderem ein Zusammenzug der Deutschschweizer SRF-Standorte von Bern und Zürich.

Durch die Plafonierung der Gebühreneinnahmen bei 1,2 Milliarden Franken und die «tendenziell sinkenden Werbeerlöse» muss die SRG nach eigenen Angaben 100 Millionen Franken sparen. «Die SRG wird sparen und effizienter werden», lautet die Maxime seit der «No Billag»-Abstimmung.

Eine erste, konkretisierte Option, um die Betriebskosten der Immobilien zu senken, legte das Unternehmen am Mittwoch vor. Gleichzeitig betonte die SRG, dass «noch keinerlei Entscheide» gefällt worden seien. Es handle sich noch um «Umzugsszenarien», die zunächst auf ihre Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit überprüft werden sollen.

So «zieht SRF in Erwägung», dass das Radiostudio von der Berner Schwarztorstrasse nach Zürich Leutschenbach verlegt wird. So wären alle SRF-Informationsinhalte künftig an einem gemeinsamen Standort angesiedelt, zusammen mit den Fachredaktionen von TV und Online im neuen Newsroom und den Radiosendern SRF 1 und SRF 3.

Die Fachredaktion Inland bliebe hingegen in Bern angesiedelt und würde mit Kolleginnen und Kollegen aus Zürich verstärkt. Die Bundeshausredaktion und die Regionalredaktion Bern, Freiburg, Wallis wären vom Umzug gar nicht betroffen.

Ins frei werdende Gebäude an der Schwarztorstrasse soll «die ganze oder ein Teil der Generaldirektion» ziehen, die derzeit an der Giacomettistrasse im Berner Ostring angesiedelt ist, skizziert die SRG weiter. «In Abklärung» sei derzeit, ob Swissinfo an der Giacomettistrasse bleibt.

Auch das Radiostudio Brunnenhof in Zürich soll bis Ende 2020 an den Leutschenbach verlegt werden. «Der Standort Brunnenhof würde aufgegeben.»

Fest steht ausserdem, dass die Abteilung Kultur in Basel zusammengezogen wird. Ab Frühling 2019 verlassen 150 Mitarbeitende ihren Zürcher Arbeitsplatz und ziehen zu ihren Basler Kollegen ins Meret-Oppenheim-Hochhaus.

Andere Standorte würden «in einem weiteren Schritt» evaluiert, berichtet die SRG. Dazu zählen die Tochtergesellschaft Swiss TXT in Biel und die Unternehmenseinheiten in den anderen Sprachregionen, also insbesondere RTS, RSI und RTR.