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Mittwoch
09.10.2019

Medien / Publizistik

41 verloren bei «Le Matin» ihren Job

Nach 500 Tagen Wartezeit ist der vom Schiedsgericht für die 41 Angestellten der eingestellten Tageszeitung «Le Matin» ausgearbeitete Sozialplan in Kraft getreten.

Die «41 du Matin» seien erleichtert, so Syndicom. «Der Schiedsspruch wird Massstäbe setzen», schreibt die Gewerkschaft für Medien und Kommunikation am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Mit einer Entschädigung von 3 bis 12 Monatsgehältern «anstelle der von Tamedia vorgeschlagenen 0 bis 5 Monate» seien die Leistungen des Sozialplans mehr als doppelt so hoch wie das ursprüngliche Angebot von Tamedia.

Die Gesamtkosten des Sozialplans von unter 3 Millionen Franken seien vernachlässigbar angesichts eines Reingewinns von 129,5 Millionen Franken, den Tamedia 2018 realisiert hat. Die Dividende für die Tamedia-Aktionäre betrage das 15-fache dessen, was die «41 du Matin» erhielten, merkt Syndicom spitz an.

Syndicom kritisiert, dass Tamedia die Angstellten von «Le Matin» bewusst in «aufzehrende Verhandlungen und ein kostspieliges Schiedsverfahren» verwickelt und sich der grösste Verlag der Romandie nicht als sozialverantwortliches Unternehmen gezeigt habe.

Weiter fordert die Gewerkschaft Tamedia auf, bei der Umsetzung des Sozialplans und allfälligen Härtefällen die notwendige soziale Verantwortung walten zu lassen.