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Dienstag
15.9.2015

IT / Telekom / Druck

Vom Freitag bis am Sonntag hackten sie in Sursee um die Wette, jetzt stehen die zehn Schweizer Meister unter den Jung-Hackern fest, schreibt Swiss Cyber Storm, der das Wett-Hacken organisiert hat. Sie vertreten im Oktober die Schweiz an der Europameisterschaft im KKL Luzern.

Ziel des Wettkampfs war es, möglichst flink und elegant in gesicherte Computersysteme einzudringen und verschlüsselte Dokumente zu knacken. «Was wie eine Szene aus einem Film klingt, war das Schweizer Finale der diesjährigen Cyber Security Challenge», erklärte Bernhard Tellenbach, Präsident des Vereins Swiss Cyber Storm, am Montag.

Bei den Schülern und Studenten handle es sich nicht um «Kriminelle», sondern um «die besten Nachwuchstalente im Bereich IT-Sicherheit», unterstreicht der Veranstalter, der vom Eidgenössischen Departement des Inneren und dem Finanzdepartement unterstützt wird.

Teilnehmen konnte nur, wer noch keine höhere Informatikausbildung in der Tasche hat. Der Hacker-Nachwuchs gedeihe gut: «Als wir vor drei Jahren den ersten Wettbewerb durchführten, hatten wir Mühe, genügend Teilnehmer zu finden. Dieses Jahr meldeten sich über 200 Personen für die Online-Qualifikation an.»

Die Freizeitbeschäftigung der Hacker-Cracks zu fördern und sie auf die «richtige» Seite zu ziehen, sei nicht nur eine Hobbysache. «Organisationen sind auf Fachkräfte angewiesen, die mit den Methoden krimineller Hacker vertraut sind. Nur so können Systeme zuverlässig abgesichert und Angriffe abgewehrt werden», erklärte Tellenbach weiter.