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Mittwoch
5.8.2015

IT / Telekom / Druck

Der Bund unterstützt den Hacker-Nachwuchs. Am Montag ist die Online-Qualifikation der sogenannten Cyber Security Challenge zu Ende gegangen. 20 Jung-Hacker haben sich einen Startplatz fürs Schweizer Finale gesichert, das im September in Sursee über die Bühne oder besser Schirme gehen wird.

Sie nennen sich «MuffinX» oder «Morpheuz», sind zwischen 14 und 30 Jahre alt und vernarrt in IT-Sicherheitssysteme und deren Lücken. Am Hackerfinale müssen die Schüler und Studierende IT-Aufgaben unter Zeitdruck und in Teams lösen. Die Hälfte von ihnen wird sich für das Europäische Finale qualifizieren.

Während in der Online-Qualifikationsrunde nur IT-Skills zählten, sind am Finale auch die weicheren Stärken gefragt. «Bewertet werden neben den Ergebnissen auch Präsentationsstil, Arbeitsweise und Teamfähigkeit», erklärte Bernhard Tellenbach, Jury-Mitglied und Präsident des organisierenden Vereins Swiss Cyber Storm. «Eigenschaften, die auch im späteren Arbeitsleben wichtig sind.»

Und selbstverständlich wird nach dem Schweizer Finale auf europäischer Ebene weitergehackt. Die zehn Gewinner von Sursee vertreten die Schweiz am European Cyber Security Challenge. An dem zum ersten Mal organisierten länderübergreifenden Wettkampf misst sich das Schweizer Team mit Delegationen aus Deutschland, Österreich, England, Spanien und Rumänien. Austragungsort ist das KKL in Luzern.

«All dies geschieht unter den Augen potenzieller Arbeitgeber. Der Talentwettbewerb erfüllt einen wichtigen Zweck für Privatwirtschaft und Staat: Junge IT-Talente können früh entdeckt und gefördert werden, um die Lücke dringend benötigter Fachkräfte zu füllen», heisst es von Seiten des Organisators.

Auch die öffentliche Hand mischt kräftig mit: Das Eidgenössische Departement des Äusseren und das Finanzdepartement unterstützen den Wettkampf.