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Montag
30.06.2014

Medien / Publizistik

Medienakademie für die Nordostschweiz

Der Kanton Schaffhausen prüft die Errichtung einer Medienakademie für die Nordostschweiz. Das Projekt wurde im Jahr 2013 als interkantonales Projekt ins Leben gerufen. Nebst dem Kanton Schaffhausen sind auch der Kanton St. Gallen, das Medienausbildungszentrum MAZ in Luzern, der Verlag Meier + Cie AG, der die «Schaffhauser Nachrichten» herausgibt, sowie die Carl Oechslin Stiftung, Mehrheitsaktionärin der Meier + Cie AG, beteiligt.

«Die Meier + Cie AG Schaffhausen, möchte in Kooperation mit dem `St. Galler Tagblatt` und der Schweizer Journalistenschule MAZ in Luzern ein umfassendes Aus- und Weiterbildungsangebot einerseits für junge zukünftige Medienschaffende aller Bereiche (Zeitung, Radio und Fernsehen) und andererseits für Mediennutzer d.h. Unternehmen und Private (Lehrer, Eltern, Jugendliche) vor Ort in Schaffhausen aufbauen», heisst es im Geschäftsbericht des Kantons Schaffhausen.

Spezifische Module und Angebote sollen zusätzlich in St. Gallen angeboten werden, heisst es weiter. Das Ziel ist klar: Es soll «ein regionales Standbein in der Nordostschweiz» für das MAZ errichtet werden.

«Durch den Erhalt und Ausbau eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses im Bereich Publizistik vor Ort soll die Position der regionalen unabhängigen Verlagshäuser im Wettbewerb um die Fachkräfte und damit den demokratischen Diskurs einer ganzen Region gestärkt werden», teilte die Betriebsökonomin Zerrin Yilmazer vom Wirtschaftsamt des Kantons Schaffhausen dem Klein Report mit.

Parallel dazu trage die Medienakademie zur Förderung der Medienkompetenz bei Unternehmen, Institutionen und privaten Personen bei und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung neuer gesellschaftspolitischer Herausforderungen im Bereich der Medien und Mediennutzung, so Yilmazer.

Der Bund beteiligt sich mit 25 000 Franken an der Programmphase, der Kanton mit 20 000 Franken. Die Leitung des Projekts liegt allerdings nicht beim Kanton, sondern bei der Meier + Cie AG. «Die Höhe der Fördermittel wird im Kanton Schaffhausen jeweils gestützt auf das Öffentlichkeitsprinzip im Verwaltungsbericht veröffentlicht», so Yilmazer.

Zu den übrigen Beteiligungen könnten aufgrund des Amtsgeheimnisses keine Angaben gemacht werden. «Es handelt sich bei diesem Projekt nicht um ein staatliches, sondern um ein privates Projekt, welches mit staatlichen Fördermitteln unterstützt wird», teilte die Betriebsökonomin mit.

Beim MAZ will man sich zu den Plänen noch nicht äussern. «Ich kann lediglich bestätigen, dass entsprechende Gespräche stattgefunden haben», so MAZ-Direktor Diego Yanez gegenüber dem Klein Report. «Es ist aber noch zu früh, um detailliert darauf einzugehen.»