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Donnerstag
04.06.2020

Medien / Publizistik

«Wir haben uns ganz bewusst als Duo beworben - gleicher Lohn, gleiches Pensum, gemeinsames Büro», sagt Mario Stäuble, neuer Co-Chefredaktor zusammen mit Priska Amstutz.

Auf Anfang Juli übernehmen Priska Amstutz und Mario Stäuble in einer Co-Leitung gemeinsam die Chefredaktion des «Tages-Anzeigers». Sie folgen auf Judith Wittwer, die ihrerseits Co-Chefredaktorin der «Süddeutschen Zeitung» wird. 

Priska Amstutz leitet beim «Tagi» derzeit das Ressort Zürich Stadtleben und verantwortet den «Züritipp». Mario Stäuble ist Ressortleiter Politik und Wirtschaft Zürich.

Beide werden neben ihrer neuen Rolle als Co-Chefredaktoren ihre aktuellen Funktionen beibehalten, teilte Tamedia am Mittwochnachmittag mit.

Priska Amstutz leitete von 2008 bis 2010 die Onlineredaktion der Zeitschrift «Annabelle», führte dann einen Hotelbetrieb in Flims und war anschliessend Chefredaktorin des digitalen Reisemagazins «elsewhere» by Kuoni. 

Ab 2015 arbeitete sie als Head of Digital und Stellvertretende Chefredaktorin bei den Zeitschriften «Bolero» und «Style» von Ringier Axel Springer Schweiz. Im Februar 2020 wechselte sie zum «Tages-Anzeiger». Priska Amstutz studierte Publizistik, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Zürich.

Mario Stäuble startete 2011 als Volontär beim «Tages-Anzeiger». Von 2013 bis 2019 war er im Tamedia-Recherchedesk tätig, wo er sich investigativen Geschichten widmete. 

2018 erhielt er als Teil des Recherchedesks den Zürcher Journalistenpreis für die Offshore-Enthüllungen zu den «Paradise Papers». Mario Stäuble studierte Rechtswissenschaften an der Universität Zürich.

«Es ist für uns eine extrem spannende Aufgabe, einen Titel wie den ‘Tages-Anzeiger’ zu leiten, der auf hohe Qualität setzt, bei der Leserschaft emotional verankert ist und eine 127-jährige Geschichte hat. Wir freuen uns sehr darauf», sagte Priska Amstutz am Mittwochabend gegenüber dem Klein Report.

«Wir haben uns ganz bewusst als Duo beworben - gleicher Lohn, gleiches Pensum, gemeinsames Büro», ergänzte Mario Stäuble auf Anfrage. «Gleichzeitig wollen wir unsere angestammten Ressorts weiter leiten und den ‘Tagi’ aus einer starken Zürich-Optik heraus vorwärts bringen.»