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Mittwoch
13.05.2020

Werbung

Philipp Kutter: «Es ist ganz natürlich, dass Werberinnen und Werber Grenzen ausloten...»

Zum Überwachen der schillernden Werbung darf man keine graue Maus sein. Doris Leuthard, Pascale Bruderer und seit 2012 Christine Bulliard-Marbach hiessen die letzten drei Präsidentinnen der Aufsichtskommission.

An ihrer Sitzung Ende April hat die Stiftung für die Lauterkeit in der kommerziellen Kommunikation nun CVP-Nationalrat Philipp Kutter als neuen Präsidenten gewählt. 

«Werbung kämpft um Aufmerksamkeit, will auffallen. Da ist es ganz natürlich, dass Werberinnen und Werber respektive ihre Kundinnen und Kunden Grenzen ausloten. Hier übernimmt die Lauterkeitskommission eine wichtige Aufgabe. Sie prüft, ob eine Grenze überschritten wurde. Mein Ziel ist es, diese Form der Selbstregulierung in der Werbebranche zu erhalten und zu stärken», meint Philipp Kutter zu seinem Engagement.

Der Journalist und Kommunikationsfachmann mit Historiker-Studium führt gemeinsam mit seiner Frau die PR- und Marketing-Agentur Kutter Kommunikation GmbH. Der CVP-Politiker ist seit 2010 amtierender Stadtpräsident von Wädenswil und seit 2018 Nationalrat. Als seine Themenschwerpunkte in Bern nennt der 44-jährige Vater von zwei Kindern «Bildung, Wirtschaft und ein gutes Klima». Philipp Kutter ist Hobby-Fussballer und spielt auch Gitarre sowie Klarinette.

Obwohl sich die Lauterkeitskommission in der Kommunikationsbranche, in der Wirtschaft, in Politik sowie in der Rechtsprechung etabliert hat, verfügt die SLK seit ihrer Gründung 1966 über das gleich bescheidene Budget von rund 250 000 Franken pro Jahr. 2020 werden es sogar 10 Prozent weniger sein.

Zahlreiche Initiativen des Stiftungsrates und der Förderungsgesellschaft, die Finanzierung auf solidere Beine zu stellen, sind leider gescheitert. Obwohl die SLK dank dem neuen Konsumkreditgesetz jetzt offiziell von Gesetzes wegen als Kontrollstelle bezeichnet wird.

Umso wichtiger ist es für die Lauterkeitskommission, das Bewusstsein zu stärken für die herausragende Bedeutung, die die SLK für eine möglichst freie Werbewirtschaft hat. Vor diesem Hintergrund sind die Überzeugungskraft und die hervorragenden Kontakte von Philipp Kutter in Bundesbern besonders gefragt.