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Mittwoch
25.03.2020

Medien / Publizistik

Kurzarbeit bei «Walliser Bote» und Co.

«Jetzt rollt die Lawine immer weiter»: Im Oberwallis stehen der Tourismus und die Eventbranche wegen des Ausbruchs des Coronavirus still. Und die Lawine macht in der Region auch vor dem Medienunternehmen Mengis Druck und Verlag AG nicht Halt.

Modeunternehmer und Verleger Fredy Bayard rechnet damit, dass die Mengis-Gruppe mit den Zeitungen «Walliser Bote» und «Rhone Zeitung» vom Einbruch der Corona-Krise überrollt wird.

In einem Interview im «Walliser Boten» lässt Bayard die Alarmglocken läuten: «Mengis Media verliert im Werbebereich auf den Kanälen 'Walliser Bote', 'Rhone Zeitung', Radio Rottu und den Online-Portalen ab dem Monat April mindestens 80 Prozent des Umsatzes, also jeden Monat 600'000 bis 700'000 Franken», rechnet der Verleger.

Ebenfalls düster sieht Fredy Bayards Prognose für seine Valmedia Druckerei aus, bei der er ebenfalls von einem Einbruch von über 80 Prozent ausgehe. «Hier bewegt sich der monatliche Fehlbetrag zwischen 400'000 und 500'000 Franken.»

Die Mengis Druck und Verlag AG hat bereits auf den befürchteten Einbruch reagiert und Kurzarbeit beantragt. David Biner, Mitglied der Chefredaktion des «Walliser Boten», schrieb auf Twitter, dass die Redaktion seit Montag mit reduziertem Bestand arbeite.