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Dienstag
08.10.2019

Medien / Publizistik

Der Stiftungsrat: Bertil Cottier, Dominique Strebel, Philip Kübler, Barbara Lehmann, Urs Saxer und Mirjam Teitler (v.l.)

Vor knapp einem Jahr ist die Zeitschrift «Medialex» eingegangen. Nun erlebt der medienrechtliche Fachtitel als medialex.ch mithilfe von Stiftungsgeldern eine Auferstehung.

Die Fachzeitschrift lebe «in alter Frische» weiter, heisst es in einer Mitteilung. Und «in neuem Gewand»: als frei zugängliche Onlinezeitschrift. Ein Abo brauche es nicht mehr.

Die publizistische Linie bleibt wie bisher: Zehn mal pro Jahr werden wissenschaftliche Untersuchungen und Debatten zu medienrechtlichen Themen publiziert. Hinzu kommen aktuelle Urteile mit Anmerkungen sowie Hinweise auf UBI-Entscheide und Stellungnahmen des Presserates sowie auf neue Fachliteratur.

Die Zeitschrift sei wichtig für die Qualität nicht nur des Medienrechts, sondern auch der Medien selbst, heisst es weiter. Deshalb verfügt «Medialex» über einen Redaktor und einen wissenschaftlichen Beirat. «Wir unterziehen wissenschaftliche Beiträge einer Peer Review.» Als Redaktor fungiert Rechtsanwalt Simon Canonica aus Stadel, der früher im Rechtsdienst der Tamedia arbeitete.

Im Beirat sitzen: Fanny Ambühl, lic. iur., Rechtsanwältin, Rechtsdienst SRF Schweizer Radio und Fernsehen, Leonie Balmer, Rechtsanwältin, Rechtsdienst Tamedia AG, Alex Dutler, MLaw, Matthias Seemann, Rechtsanwalt, Rechtsdienst Tamedia AG, Dominique Strebel, lic. iur., Studienleiter MAZ und Journalist.

Der digitale Umbau war möglich dank Beiträgen der Gottlieb und Hans Vogt Stiftung sowie der Stiftung Kulturfonds der ProLitteris.

Nachdem das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) seine Unterstützung an die vom Stämpfli-Verlag verlegte Zeitschrift gestrichen hatte, konnten keine neuen Geldgeber gefunden werden. Im Dezember 2018 war schliesslich das gedruckte Jahrbuch zum letzten Mal erschienen.

Der Stiftungsrat der 1995 gegründeten Stiftung Medialex mit Sitz in Fribourg besteht aktuell aus: Präsident Dr. Philip Kübler, Direktor ProLitteris (Schweizerische Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst, Genossenschaft), Prof. Dr. Bertil Cottier, Universität Lugano und Lausanne, Lic. iur. Barbara Lehmann, Rechtsanwältin, Rechtsdienst Schweizer Radio und Fernsehen, Prof. Dr. Urs Saxer, Universität Zürich, Rechtsanwalt, Dr. Oliver Sidler, Rechtsanwalt, Lehrbeauftragter Universität Freiburg, Ombudsmann der Schlichtungsstelle Telekommunikation und Ombudsmann für die privaten Radio- und Fernsehstationen der deutschen und rätoromanischen Schweiz, Lic. iur. Dominique Strebel, Journalist, Studienleiter MAZ (die Schweizer Journalistenschule), und Dr. Mirjam Teitler, Rechtsanwältin, Rechtskonsulentin beim Verband Schweizer Medien (VSM).