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Freitag
26.03.2021

Marketing / PR

Das Unternehmen mit Sitz in Basel hat im Geschäftsjahr 2020 besonders einstecken müssen... (Bild © MCH Group)

Für den in Schieflage geratenen Messekonzern MCH Group AG war das vergangene Jahr ein Desaster: Der Umsatz brach um 60 Prozent ein, der Verlust beträgt satte 72 Millionen Franken.

Der Umsatz sank von 445 Millionen auf 188 Millionen Franken, was einem Rückgang von 257 Millionen entspricht. Dies teilte der Messeveranstalter am Donnerstag mit.

Wegen der Pandemie musste die MCH Group letztes Jahr verschiedene Messen wie die Art Basel, die Art Basel Miami oder die Uhren- und Schmuckmesse Baselworld absagen. Auch die Messehallen in Zürich, die zum Unternehmen gehören, standen meistens leer.

Dementsprechend sehen auch die Detailzahlen des Konzerns mit Sitz in Basel nicht sonderlich gut aus: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) beträgt minus 45,1 Millionen Franken. Im Jahr 2019 schrieb der Messebauer noch einen Gewinn (Ebitda) von 22 Millionen Franken. Auch das betriebliche Ergebnis auf Stufe Ebit steht mit einem Minus von 66 Millionen Franken im grossen Kontrast zu dem Verlust von damals 2,7 Millionen.

Die flüssigen Mittel lagen per Ende letzten Jahres bei 130,1 Millionen, womit der «Fortbestand des Unternehmens über das laufende Geschäftsjahr hinaus gesichert ist», wie die MCH Group dazu schreibt. 

Für das nächste Jahr rechnet die MCH Group nochmals mit einem substanziellen Verlust, der allerdings deutlich kleiner ausfallen werde als dieses Jahr. «Mit den Kapitalerhöhungen, dem Einstieg von Lupa Systems (James Murdoch) und der Erneuerung des Verwaltungsrats sind die Kapitalstruktur, die Aktionärsbasis und die Unternehmensführung verstärkt worden.» Die Vorbereitungen auf die Zeit nach der Pandemie würden zudem auf Hochtouren laufen.