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Dienstag
19.05.2020

TV / Radio

Seit 2016 war Patrick Karpiczenko bei der Late-Night-Show «SRF Deville» dabei: «Wie bei allen langweiligen Problemen gehts auch bei dem hier um Geld.»

«Leider keine Verschwörungstheorie», schreibt Dominic Deville auf Twitter.

Patrick Karpiczenko, einem breiten Publikum bekannt als Karpi, gab am Sonntagabend kurz vor der Ausstrahlung von «Deville» ebenso auf Twitter bekannt: «Alles wird anders. Ist schwer, mein Kind gehen zu lassen. Heute Abend läuft meine letzte Folge #srfdeville auf SRF 1.»

Eine Begründung für diesen Schritt wollte von den Beteiligten noch niemand geben. Lediglich: «Es ist Zeit», meinte Karpi am Ende seiner letzten Sendung. Auf Facebook war dann noch zu lesen: «Wie bei allen langweiligen Problemen gehts auch bei dem hier um Geld.»

Karpi war seit 2016 bei der Late-Night-Show «SRF Deville» als Regisseur und Headwriter verantwortlich. 2019 übernahm er zusätzlich die Rolle des Sidekick. «Regisseur, Komiker, Pipapo», ist auf seiner Webseite als Berufsbezeichnung zu lesen.

Der Berner hat an der Hochschule der Künste in Zürich einen Bachelor in Film gemacht. Als freischaffender Autor und Regisseur arbeitet Karpi für Film, Fernsehen und Theater. Zu seinen Kunden zählen die Migros, SBB, Swisscom, Schweiz Tourismus oder auch Greenpeace.

Sein grösster Publikumserfolg als Regisseur und Co-Autor ist «American First, Switzerland Second». Der satirische Clip wurde in der Schweiz zum beliebtesten Youtube-Video des Jahres 2017 mit über zwölf Millionen Views. Der Clip wurde für die Sendung «Deville» produziert als Antwort auf einen Aufruf von Satiriker Jan Böhmermann.

Der scheidende Deville-Star wird wohl kaum arbeitslos werden. Karpi hat sich auch schon beweisen können als Co-Autor des Spielfilms «Liebe und andere Unfälle». Er war Regisseur der SRF-Webserie «Roiber und Poli».

Zuletzt war er Produzent und Kameramann des Spielfilms «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei». Regie bei dieser Komödie führte Natascha Beller. Mit ihr zusammen betreibt Karpi die Apéro Film GmbH. Natascha ist die Tochter von Walter Beller, dem Bauunternehmer und Ehemann der schillernden Irina Beller. «Die fruchtbaren Jahre» wurde 2019 in Locarno für den Publikumspreis nominiert.