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Donnerstag
23. Mai 2013, 03:15
Jahrbuch «Qualität der Medien 2012» kritisiert dominante Marktstellung der Tamedia
12:00
Sonntag
28.10.2012
Schweiz

Im Presse- und Onlinebereich diagnostiziert das neue Jahrbuch «Qualität der Medien 2012» eine fortschreitende Medienkonzentration. Die dominante Marktstellung der Tamedia im Pressesektor und die Konvergenz mit dem Onlinesektor schränken den Wettbewerb durch Grössen- und Verbundeffekte ein, heisst es in der Untersuchung weiter.

In der Suisse romande sei dies besonders ausgeprägt. Die Tamedia verfügt dort über einen Marktanteil von 68 Prozent. Auch im Onlinesegment sei die Konzentration fortgeschritten. Nach der Integration der ehemaligen Edipresse-Newssites ins neue Newsnet hat die Tamedia AG ihre Anteile in dieser Sprachregion auf 28 Prozent gesteigert.

Im Langzeitvergleich können im Pressebereich nur die Gratiszeitungen von steigenden Werbeeinnahmen profitieren, lautet ein weiteres Ergebnis. Die Gratistitel «20 Minuten», «20 minutes» und «Blick am Abend» schöpften im Jahr 2011 nicht weniger als 31 Prozent des Bruttowerbeerlöses aller 46 untersuchten Pressetitel der Schweiz ab.

Gesamthaft verliert die Presse seit dem Jahr 2000 einen Drittel ihrer kommerziellen Werbeerträge. Zusätzlich sinkt die Zahlungsbereitschaft des Publikums weiter. Der Onlinewerbemarkt könne diese Situation nicht auffangen, heisst es weiter. Er weist zwar anhaltend zweistellige Wachstumsraten auf, generiert aber mit Bruttowerbeerträgen von 521 Millionen Franken erst einen Bruchteil der entsprechenden Erlöse des Printmedienmarktes (Nettoumsatz Pressemarkt 2011: rund 2 Milliarden Franken).

Der Werbemarkt von Radio und Fernsehen wird als stabiler eingeschätzt. Allerdings schöpfen die ausländischen privaten Fernsehveranstalter nicht weniger als 37 Prozent vom Schweizer Fernsehwerbemarkt ab. Der Vergleich der untersuchten privaten Rundfunkprogramme zeigte zudem, dass weder höhere Werbeerlöse, also finanzielle Ressourcen, noch eine Konzessionsverpflichtung die Qualität erhöhen. Ausschlaggebend sei auch der Wille zum Service public, so das Fazit von Kurt Imhof.

Weitere Berichte des Klein Reports zum Jahrbuch:

«Qualität der Medien»: Wer wird gelobt, wer getadelt?

Verleger orten mangelnde Qualität beim Jahrbuch «Qualität der Medien»

Am 17.08.2010 zum Jahrbuch 2010: Kommentar von Medienrechtsanwalt und QM-Berater für elektronische Medien Andreas Meili zum Jahrbuch 2010 zum Thema «Qualität der Medien»

Weitere Artikel - Sonntag 28.10.2012
22:55 Christoph Blocher will Basler Zeitung Medien (BZM) verschlanken
Sonntag
28.10.2012
Schweiz

Christoph Blocher will eine «nackte» «Basler Zeitung» (BaZ), die nur noch aus Redaktion und Verlag besteht. Dies sagte der Unternehmer in einem Interview mit der «SonntagsZeitung», in dem er neben seinem Engagement beim Basler Medienhaus unter anderem auch zur Abzocker-Initiative Stellung nahm.

«Die BaZ ist keine Zeitung, sondern ein notleidender Mischkonzern mit mehr als tausend Mitarbeitern», so Blocher gegenüber der «SonntagsZeitung». Dazu gehörten nicht betriebsnotwendige Liegenschaften, Druckerein, Broker, Werbevermittler für Dritte und vieles mehr. Die Medienvielfalt Holding wolle «diese noch freie Tageszeitung unabhängig halten». «Das Ziel», erklärteweiter lesen...

22:24 Doch keine «Sternstunde Philosophie» mit Ex-SNB-Chef Hildebrand
Sonntag
28.10.2012
Schweiz

Am Sonntag, 18. November, wollte das Schweizer Fernsehen ein Gespräch mit Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand und Ex-UBS-Chef Peter Kurer zeigen. Angekündigt war eine Ausgabe der «Sternstunde Philosophie» zum Thema «Geld stinkt nicht». Einem Bericht der Zeitung «Der Sonntag» zufolge hat das SF die Sendung nun abgesagt. Dies, weil Hildebrand öffentlich nur noch über Themen reden wolle, die mit seiner neuen Stelle beim US-Vermögensverwalter BlackRock zu tun hätten, wie die Zeitung ohne Angabe von Quellen schreibt.

Das Gespräch mit Hildebrand und Kurer, so «Der Sonntag», finde zwar wie geplant am 14. November am Gottlieb Duttweiler Institute (GDI) inweiter lesen...

22:18 Facebook-Kläger Paul Ceglia soll Beweismaterial gefälscht haben
Sonntag
28.10.2012
Ausland

Facebook-Kläger Paul Ceglia ist am Freitag im US-Bundesstaat New York verhaftet worden. Dem Internetunternehmer wird laut amerikanischen Medienberichten vorgeworfen, Dokumente gefälscht zu haben, um sich zum Mitbesitzer von Facebook zu machen. Ceglia hatte im Jahr 2010 Klage gegen Facebook-Chef Mark Zuckerberg eingereicht und behauptet, ihm würden 84 Prozent am sozialen Netzwerk gehören. Die Klage dürfte mit der Verhaftung vom Tisch sein - Celgia droht eine langjährige Haftstrafe.

Der Streit geht auf ein Projekt Ceglias zurück, an dem der spätere Facebook-Gründer Mark Zuckerberg während seiner Studienzeit in Harvard als Programmierer mitgearbeitet hatte. Nun steht Cegliaweiter lesen...

18:10 Dominique Hiltbrunner verzichtet auf Kauf des «Schweizer Bauer» und verkauft «Women in Business»
Sonntag
28.10.2012
Schweiz

Dominique Hiltbrunner wird die 49-Prozent-Beteiligung der Espace Media AG am «Schweizer Bauer» nun doch nicht übernehmen. Nach dem starken Ausbau seines Medienportfolios im letzten Jahr folge nun eine Phase der Konsolidierung seiner Aktivitäten, heisst es als Begründung in einer Mitteilung vom Freitag. Aus diesem Grund hat der umtriebige Basler Verleger Espace Media sowie die Miteigentümerin Ökonomische und Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Bern (OGG) darüber informiert, dass er vom im Februar 2012 vereinbarten Kaufvertrag zurücktreten will. Die beiden Partner haben diesem Schritt zugestimmt.

Espace Media hält weiterhin an der Absicht fest, sich aus strategischen Gründen vom «Schweizer Bauer» zu trennen, wie der Verlag am Freitag mitteilte. Für die 27 Mitarbeitenden des Redaktions- und Verkaufsteams ergeben sich aus dem Rücktritt von Dominique Hiltbrunner keine direkten Folgen. «Zur Zeit finden exklusiveweiter lesen...