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Freitag
26.11.2021

Werbung

Weniger Leser, günstigere Inserate (© Ringier)

Bereits bei der Publikation des «Media Preis-/Leistungsindex» letzte Woche machten der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) und Leading Swiss Agencies (LSA) darauf aufmerksam, dass die Preise in einzelnen Mediengattungen, beispielsweise im Print-Bereich, tendenziell zu hoch sind.

Der Werbe-Auftraggeberverband hat daher unter anderem bei Ringier Advertising Druck gemacht. «Eine Inflation ist somit in diesem Jahr auf Basis der offiziellen Preise bei vielen Printtiteln sowie auf den Planwerten einzelner TV-Sender nachweisbar. Ringier Advertising hat dazu angekündigt, die Bruttopreise für 2022 bei einzelnen Titeln anzupassen», vermeldeten die beiden Verbände am 18. November.

Es war nicht das erste Mal, dass der SWA diese Forderung geäussert hat.

Nun hat der Vermarkter der Ringier-Titel reagiert. «Die Lockdown-Massnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie hatten unter anderem eine reduzierte Mobilität der Bevölkerung sowie wiederholte mehrwöchige Restaurant- und Kioskschliessungen zur Folge», schreibt Ringier Advertising am Donnerstag in einer Mitteilung.

Durch die Schliessung von Restaurants, Coiffeursalons oder Arztpraxen sei die Zahl an Zweit- und Drittlesern pro Exemplar gemindert worden. Die geschlossenen Kioske führten zu einer starken Reduktion des Einzelverkaufs. 

«Der ‘SonntagsBlick’ als Sonntagstitel mit dem höchsten Einzelverkaufs-Anteil von 26.3 Prozent ist von dieser Massnahme besonders stark betroffen.» 

Als Reaktion senkt Ringiers Vermarkter die Anzeigenpreise einzelner Printtitel ab Anfang 2022, so beim «SonntagsBlick», der «Schweizer Illustrierten» und «L’illustré» um 14 bis 17 Prozent.