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Sonntag
28.06.2020

Vermarktung

«Die Krise hat auch Zielgruppen, die sonst weniger lineares TV schauen, aufgezeigt, welche gesellschaftliche Relevanz das Medium TV hat», sagte Alexander Duphorn, CEO von Goldbach Media.

Nach dem Lockdown kehrt Goldbach Media in gesplitteten Teams zur Normalität zurück. Ende Juni läuft die Kurzarbeit aus. In der TV-Werbung sieht der Vermarkter eine «Kommunikations-Power», die die Wirtschaft mit ankurbeln könne. 

Ganz nach dem Motto «so schnell wie möglich, so langsam wie nötig» kehren die Mitarbeitenden von Goldbach Media seit dem 15. Juni zurück an die Arbeitsplätze. Dabei hat der Vermarkter auf «Split-Teams» zurückgegriffen: «Das heisst, dass sich alle zwei Wochen die Teams in den Goldbach-Büros und im Homeoffice abwechseln», sagte Alexander Duphorn, CEO von Goldbach Media (Switzerland) AG, auf Nachfrage des Klein Reports.

Das gewährleiste, dass genügend Abstand eingehalten werden kann und auch die gemeinsam genutzten Flächen nicht zu voll würden. «Für Meetingräume und Essbereiche gibt es Belegungsvorschriften», so Duphorn weiter. Zudem wurden die Goldbach-Mitarbeitenden «mit doppelter Hardware» ausgestattet. 

«Mitarbeitende, die sich mental oder gesundheitlich nicht in der Lage fühlen, ins Büro zu kommen oder durch den Arbeitsweg möglicherweise Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, die zu einer Risikogruppe gehören, gefährden, müssen aktuell nicht ins Büro zurückkehren.» 

Auf die Beendigung der Kurzarbeit angesprochen, meinte Alexander Duphorn: «Die verschiedenen Einheiten von Goldbach handhaben dies unterschiedlich. Goldbach Media wird am 29. Juni komplett aus der Kurzarbeit herausgehen.»

Er gehe davon aus, «dass wir den Markt und unsere Kunden am besten unterstützen können, wenn wir so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren».

Auf dem Werbemarkt sei im April und Mai der Tiefpunkt gewesen. Der «schnelle Lockdown» habe viele Kunden herausgefordert. «Im Tourismus wurden einzelne Angebote von heute auf morgen nicht mehr bedient und auch viele beratungsintensive Konsumgüter waren vom Lockdown massiv betroffen.» 

Der TV-Vermarkter sieht auch einen positiven Effekt des Lockdown: «Die Krise hat auch Zielgruppen, die sonst weniger lineares TV schauen, aufgezeigt, welche gesellschaftliche Relevanz das Medium hat.» Das Fernsehen habe während des Lockdown gut als Informations- und auch als Entertainment-Medium funktioniert. 

Für Juni zeichne sich eine Beruhigung ab. «Vor wenigen Wochen hat die Anbuchung für das zweiten Halbjahr stattgefunden und wir sehen, dass der Kommunikationsmarkt klar auf die Wirkung von TV setzt», sagte Duphorn zur mittelfristigen Perspektive.

Das mache Hoffnung, dass TV auch im zweiten Halbjahr den Kunden die «Kommunikations-Power» geben werde, um den Konsum wieder zu beleben. «Wir haben die grosse Möglichkeit, über die Kommunikation die Wirtschaft mit anzukurbeln, und TV kann dank des schnellen Reichweitenaufbaus die Botschaften unserer Kunden und derer Marken verstärken», so Alexander Duphorn weiter zum Klein Report. 

Es sei spürbar, dass Werbeauftraggeber, Mitarbeitende und auch die Konsumenten bereit seien, zur Normalität zurückzukehren. «Wir geben Gas, dass wir diesen Moment nutzen und unseren Kunden mit unseren Sendern alle Plattformen im Bewegtbild öffnen, um sie zu unterstützen.»