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Donnerstag
23.05.2019

Medien / Publizistik

Zentralredaktion mit Roman Schenkel, Patrik Müller und Raffael Schuppisser (v.l.n.r.)

Das Joint-Venture zwischen den NZZ-Regionalmedien und den AZ Medien zentralisiert seine Redaktionen: «CH Media zieht die Journalistinnen und Journalisten, die sich mit nationalen und internationalen Inhalten befassen, auf den Sommer in einer Zentralredaktion in Aarau zusammen», schreiben die Aargauer am Mittwochmittag.

Ein Drittel der 45-köpfigen Zentralredaktion von CH Media im Aarauer Newsroom und in der Bundeshausredaktion in Bern komme vom «St. Galler Tagblatt» und von der «Luzerner Zeitung», heisst es leicht beschwichtigend in der Mitteilung. Gemäss Informationen des Klein Reports brodelt es bei der NZZ in Zürich, da das Konstrukt doch nicht so einfach zu realisieren ist, wie vielleicht von Verlagsmanagern angedacht. Bereits kursieren Planspiele über die CEO-Position von CH Media.

Auf redaktioneller Seite ist Patrik Müller Chefredaktor der Zentralredaktion; stellvertretende Chefredaktoren werden die beiden bisherigen Mantel-Leiter der «Luzerner Zeitung» und der «Aargauer Zeitung», Roman Schenkel und Raffael Schuppisser.

Schenkel werde die Wirtschaft und die Nachrichtenressorts verantworten, Schuppisser die Bereiche Kultur, Leben und Wissen sowie den «Wochenende»-Bund der «Schweiz am Wochenende».

Verlegertochter Anna Wanner und Doris Kleck leiten weiterhin die Bundeshausredaktion. Die Wirtschaftsredaktion übernimmt neu Andreas Möckli. «Katja Fischer de Santi und Sabine Kuster übernehmen gemeinsam die Teamleitung des Ressorts Gesellschaft/Leben/Wissen, Stephan Künzli jene der Kultur. Etienne Wuillemin leitet das zentrale Sportressort, Samuel Schumacher wird Chef des Ausland-Ressorts», heisst es zu den Personalentscheiden.

Syndicom kritisierte am Mittwoch, dass CH Media den im November angekündigten Abbau von 200 Stellen «häppchenweise» kommuniziere. Mit der Zentralisierung werden gemäss der Gewerkschaft 20 Vollzeitstellen auf den drei Redaktionen in Luzern, Aarau und St. Gallen abgebaut. «Mit den bis anhin schon 82 abgebauten Stellen sind nach knapp fünf Monaten bereits 41 Prozent des Abbaus vollzogen.»