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Mittwoch
06.11.2019

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Farner-CEO und Mehrheitsaktionär Roman Geiser will den Kaufpreis nicht kommentieren...

Mit Farner hat die Agentur Rod Kommunikation einen Käufer gefunden. «Es gibt keine Zusammenlegungen», betonte Roman Geiser, CEO und Mehrheitseigentümer von Farner, im Interview mit dem Klein Report. Die Marke Rod bleibe eigenständig.

Was waren die Beweggründe für die Übernahme der Werbeagentur Rod?
Roman Geiser «Es ist der nächste strategische Schritt im Ausbau unserer kreativen Kompetenzen. Heute sind wir nicht nur in Corporate Affairs und Public Affairs erfolgreich unterwegs, sondern auch in der Marketingwelt.»

Und was sind die Vorteile für Rod?
Geiser: «Rod wiederum kann neu auf unsere spezialisierten Branchen- und Technologie-Expertisen zugreifen und bei Farner komplementäre Leistungen beziehen, zum Beispiel im Digital Marketing, in Change Communication und in Branding.»

Wieso kauft Farner ausgerechnet Rod Kommunikation?
Geiser: «Die Welt der Kommunikation wird immer komplexer. Das macht unterschiedliche Perspektiven, Handschriften und Tonalitäten notwendig. Farner und Rod werden im Markt unterschiedlich wahrgenommen, obwohl uns sehr vieles verbindet. Wir teilen denselben unternehmerischen Geist und dasselbe Verständnis guter Kampagnen. Die unterschiedliche Aussenwahrnehmung ist aber auch eine Stärke, die wir nun bewusst ausspielen...»

...Sie meinen, zu zweit ist man stärker als alleine?
Geiser: «Farner ist mit ihrer kreativen Handschrift für manche Werbeauftraggeber prädestiniert, für andere nicht. Mit zwei etablierten Namen und zwei kreativen Handschriften decken wir den Werbemarkt jetzt optimal ab.»

Können Sie etwas zum Kaufpreis sagen?
Roman Geiser: «Dies möchten wir nicht kommentieren.»

Zu welchen Teilen beteiligen sich Regula Bührer Fecker, David Schärer und Pablo Koerfer als Partner an Farner?
Pablo Koerfer: «Die Partnerstruktur von Farner ist bekannt. Roman Geiser hält die Mehrheit. Wir freuen uns, mit den profiliertesten Kommunikationsköpfen zusammenzuarbeiten, die in der Farner-Partnerschaft vertreten sind: Michel Grunder, Philipp Skrabal, Daniel Jörg, Markus Gut, Nina Krucker, Tim Frey, Urs Knapp und Daniel Heller. Über weitere Details möchten wir keine Auskunft geben.»

Welche Auswirkungen hat der Verkauf auf organisatorischer Ebene? Werden Büros oder Abteilungen zusammengelegt?
Geiser: «Es gibt keine Zusammenlegungen. Wir fahren bewusst mit zwei Kreativ-Teams und zwei Marken. Rod bleibt an der Bürglistrasse und wird weiterhin von Regula Bührer Fecker, Pablo Koerfer und David Schärer geführt, zusammen mit Marco Meroni, Mateo Sacchetti und Tiffany Lüthi

Kommt es im Zuge des Verkaufs zu Kosteneinsparungen oder zu einem Stellenabbau?
Geiser: «Wir verfolgen eine Wachstumsstrategie.»

Wie bringen sich die drei neuen Farner-Partner ein?
Geiser: «Regula erweitert den Farner-Verwaltungsrat, Pablo die Farner-Geschäftsleitung und David vertritt die ganze Farner-Gruppe in den Branchengremien.»

Kommt es zu Veränderungen in den Führungsgremien von Rod?
Geiser: «Verändern wird sich der Verwaltungsrat bei Rod. Neben Regula, Pablo und David kommen Farner-CFO Roland Oberhauser, Farner-VR-Mitglied Martin Zahner und auch ich in den Verwaltungsrat von Rod.»

Beide Agenturen würden ihr Profil behalten, wurde am Dienstag kommuniziert. Wie meinen Sie das?
Roman Geiser: «Rein rechtlich gesehen ist Rod eine 100%-Tochter von Farner. Am Markt sollen beide Agenturen eigenständig positioniert bleiben, unabhängig agieren und ihre Handschrift pflegen. Das Führungsteam bei Rod bleibt bestehen, die Marke Rod bleibt bestehen und ebenso Rods Kreativ-Team an der Bürglistrasse.»

Ist denkbar, dass Rod irgendwann ganz in Farner aufgeht?
Geiser: «Rod bleibt Rod, ist aber neu Teil der Farner-Gruppe und kann dabei auf die Ressourcen der kompletten Agentur zurückgreifen.»