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Mittwoch
14.08.2019

Medien / Publizistik

Deutsche Journalisten-Verband: «Geschäftszahlen noch genauer seziert»

Nach dem Einstieg des US-Investors KKR will Springer-Chef Mathias Döpfner ein neues Beteiligungsprogramm für die Beschäftigten einführen. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) spricht von einer «Beruhigungspille für verunsicherte Beschäftigte».

Durch das geplante Beteiligungssystem will der Medienkonzern offiziell «die Wachstumsziele auch künftig fest verankern». 

Wie das gehen soll, ist laut dem DJV «völlig offen»: «Denn, wenn Springer keine börsennotierte Aktiengesellschaft mehr ist, können den Mitarbeitern auch keine Anteilsscheine angeboten werden.» KKR prüft nach derzeitigem Stand, Axel Springer von der Börse zu nehmen.

Mit dem neuen US-Investor im deutschen Verlagshaus dürften die Geschäftszahlen der einzelnen Springer-Medien «noch genauer seziert» werden als bisher, befürchtet zudem die Journalistenorganisation. Damit könnte sich der Druck, gute Renditen einzufahren, noch verstärken.

Unklar ist für den DJV auch, wie viel die Zusicherung von Konzernchef Mathias Döpfner wert ist, dass die «Welt» auch künftig dazu gehört.