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Dienstag
15.06.2021

Der Bundesrat hat Anna Jobin (38) zur neuen Präsidentin der Eidgenössischen Medienkommission (Emek) bestimmt. Der bisherige Präsident Otfried Jarren (68) tritt Ende September nach acht Jahren zurück.

«Das Vertrauen des Bundesrats ehrt mich», sagte Anna Jobin am Freitag auf Anfrage des Klein Reports. «Angesichts der aktuellen Herausforderungen kann die Emek als Expertenkommission mit ihrer beratenden Funktion weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Medienpolitik leisten.»

Jobin, die bisher bereits Mitglied der Emek war, ist assoziierte Forscherin am STSLab der Universität Lausanne und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Alexander-Humboldt-Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin. Sie forscht und publiziert insbesondere zur Ethik von künstlicher Intelligenz und Algorithmen sowie zur Gouvernanz der Digitalisierung. 

Als Expertin sei sie «auf ideale Weise in der Lage, die Arbeiten der Emek im Hinblick auf die künftigen Herausforderungen der Schweizer Medienlandschaft zu koordinieren», heisst es beim Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zur Neubesetzung.

Otfried Jarren, emeritierter Professor für Publizistikwissenschaft und Medienforschung der Universität Zürich, hat die Emek seit ihrer Gründung 2013 geleitet. Unter ihm hat sich die Kommission «zu einem wichtigen Gremium für aktuelle medienpolitische Fragen entwickelt, das breit diskutierte Stellungnahmen zum Service public, zur Medienförderung oder zur Medienzukunft Schweiz verfasst hat», schreibt das Bakom weiter.

Emek-Vizepräsident ist seit Anfang 2020 François Besençon, der sich unter anderem im Vorstand von Kommunikation Schweiz (KS/CS) engagiert und den Verwaltungsrat der Academy for Marketing and Communication AG (Sawi) präsidiert.

Die Emek ist eine ausserparlamentarische Verwaltungskommission, die berät und vorbereitet, aber über keine Entscheidungsbefugnisse verfügt.