Der Kunstmaler, Showunternehmer und grosse Sportfan Rolf Knie aus Rapperswil-Jona greift im Fall des entlassenen Eishockey-Nationaltrainers Patrick Fischer den Rapperswiler Journalisten und Stadionspeaker der Rapperswil-Jona Lakers Pascal Schmitz frontal an.
In einer Textnachricht, die dem Klein Report vorliegt, kündigt Knie an, künftig keine Spiele der SCRJ Lakers mehr zu besuchen, solange Pascal Schmitz als Stadionsprecher im Einsatz steht.
Auslöser ist die Enthüllung rund um Patrick Fischer. Schmitz hatte ein gefälschtes Impfzertifikat des damaligen Nationaltrainers öffentlich gemacht – eine Information, die der Journalist bei einem «Off-the-Record»-Gespräch bei einem gemeinsamen Mittagessen von Fischer selber erhalten hatte.
Für Knie ist dies ein gravierender Vertrauensbruch – sowohl gegenüber Fischer als auch gegenüber dem Sport insgesamt – ein Vertrauensbruch, der nicht zuletzt dem Journalismus starken Schaden zufüge.
In seiner Nachricht spricht der Künstler von «Verrat» und kritisiert, dass solche Indiskretionen das Vertrauen in Journalisten nachhaltig beschädigten. Wer vertrauliche Gespräche führe, müsse künftig befürchten, dass Inhalte später öffentlich gemacht würden, so Knie sinngemäss.
Besonders stossend sei für ihn, dass der Journalist gleichzeitig bei den Rapperswil-Jona Lakers als Stadionsprecher auftrete. Solange diese Konstellation bestehe, wolle er das Stadion in Rapperswil-Jona nicht mehr betreten, schreibt Knie in der Nachricht an Freunde und Medienschaffende.
Der Klein Report hat bei Rolf Knie nach der grossen Resonanz auf seine Kritik am Sonntag nachgefragt. Der Künstler zeigte sich von den zahlreichen Reaktionen überrascht: «Ich möchte mich nicht weiter dazu äussern und nicht noch mehr Öl ins Feuer giessen», sagte Knie gegenüber dem Klein Report. Gleichzeitig deutete er an, dass er selbst bereits ähnliche Erfahrungen gemacht habe wie Patrick Fischer, ohne jedoch näher darauf einzugehen.
Der Fall sorgt derzeit in Medien- und Sportkreisen für Diskussionen über journalistische Grenzen, Vertraulichkeit und Rollenvermischungen.
Dass sich mit Rolf Knie nun auch eine prominente Stimme aus der Unterhaltungsbranche so deutlich positioniert, verleiht der Debatte zusätzliche Brisanz.




