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Samstag
3.2.2018

Medien / Publizistik

Die Gewinner: ZS (links) und «54° Nord»

Die Zeitung der Universität und ETH Zürich hat gemeinsam mit dem Campusmagazin «54° Nord» aus Flensburg den Preis für die beste Studierendenzeitschrift im deutschsprachigen Raum gewonnen.

Für die «Zürcher Studierendenzeitung» (ZS) sei das «ein schönes Zeichen der Anerkennung», sagte Co-Redaktionsleiter Oliver Camenzind gegenüber dem Klein Report.

Die beiden Unizeitungen setzten sich damit «gegen knapp 40 Mitbewerber» aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durch, wie die Jury am Donnerstag informierte. Die Studierendenzeitung aus Zürich stand bereits 2012 an der Spitze und hatte sich letztes Jahr auf den dritten Rang gehievt.

Mitpreisträger Camenzind konstatierte: «Das ist insgesamt unser dritter Podestplatz. Es freut uns sehr, dass die ZS auch ausserhalb der Universität wahrgenommen wird.» Die Jury des Pro Campus-Presse Awards, der zum 13. Mal vergeben wurde, lobte die «Zürcher Studierendenzeitung» für «Kontinuität in der Qualität».

Die ZS-Redaktion gehe «klassisch, geordnet und konstant» vor, so die Preisrichter weiter. Dagegen sei «`54° Nord` experimentell, kreativ und regional auf hohem Niveau».

Die Bewertungskriterien für den Preis sind laut Gremium Textqualität, Originalität, Heftmischung, Layout und Nutzwert. Dazu urteilte Jury-Mitglied Alexander Wilke: «Die ZS ist erwachsen. Wir beurteilen im Grunde: Wie macht man ein Blatt - und die ZS macht das sehr gut.»

Neben einer professionellen Blattkritik vor Ort gewinnt die «Zürcher Studierendenzeitung» auch ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Das kann die ZS gut gebrauchen: Erst im vergangenen September kämpfte die Redaktion noch mit finanziellen Schwierigkeiten. Doch Camenzind blickt optimistisch in die Zukunft: «Wir haben seit Kurzem eine neue Werbeagentur. Wir sind somit zuversichtlich, dass das neue Jahr besser wird als das alte.»

Einen Sonderpreis für «den besten Artikel» erhielt die drittplatzierte Studierendenzeitung «UnAufgefordert» aus Berlin. Auch die Zeitschrift «Rephlex» der Pädagogischen Hochschule Zürich reihte sich unter die zehn Besten des Pro Campus-Presse Awards ein.

Zu den diesjährigen Jury-Mitgliedern zählten unter anderem Oskar Piegsa (Chefredaktor von «Zeit Campus»), Ulrich Papendick (Direktor Kölner Journalistenschule), Aycha Riffi (Referatsleitung Grimme-Akademie) sowie Hans-Jürgen Jakobs (Senior Editor «Handelsblatt»).

Der Preis ist Teil der Initiative Pro Campus-Presse, die vom deutschen Verlag Rommerskirchen mit Hilfe des Stahlkonzerns Thyssenkrupp und der Deutschen Post DHL Group durchgeführt wird. Das Ziel der Initiative sei, das journalistische Engagement an deutschsprachigen Hochschulen zu fördern.