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Donnerstag
25.02.2016

Medien / Publizistik

Westschweizer Medien fühlen sich bedroht

Und noch ein Gegner für die geplante Vermarktungsallianz von Swisscom, Ringier und der SRG SSR: In einem Statement wehren sich verschiedene Regionalmedien aus der französischsprachigen Schweiz gegen das Joint Venture.

Verschiedene Privatverlage und Vertreter der lokalen und regionalen Presse der Westschweiz drücken in ihrer Stellungnahme vom Mittwoch ihren Widerstand aus: So sei die geplante Werbevermarktungsallianz eine Bedrohung für ihre Existenz und ihre Ablehnung daher von wesentlicher Bedeutung für das reibungslose Funktionieren des politischen Systems und der Demokratie.

Die Unterzeichner verlangen deshalb die sofortige Aussetzung des Projekts. Es handelt sich dabei um die Regionalzeitungen «La Broye Hebdo», «La Gruyère», «La Liberté», «La Région», «Le Courrier», «Le Journal du Jura», «Le Nouvelliste», «Le Quotidien de la Côte», «Le Quotidien Jurassien», «L`Express» und «L`Impartial».

Die Regionaltitel erklären, dass die geplante Werbeallianz die Regionalmedien in einer Zeit treffe, in der die Werbeeinnahmen sowieso schon fallen würden und sie selbst die digitale Transformation meistern müssten. Das geplante Joint Venture schaffe eine Situation der «öffentlichen Wettbewerbsverzerrung» und würde die Westschweizer Kantone in eine «Medienwüste» verwandeln.

Die Titel vereinen eine halbe Million Leser und beschäftigen zusammen 1000 Mitarbeitende in der französischsprachigen Schweiz.