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Donnerstag
19.11.2020

Werbung

Niveau-Rückgang: Seit Juni liegt der Werbedruck konstant zehn Prozent unter Vorjahr...

Im Oktober griffen die Werbe-Auftraggeber bisher eigentlich immer am tiefsten ins Portemonnaie. Doch im Corona-Jahr ist alles anders.

Zwar war der Oktober auch 2020 der Monat mit dem bisher stärksten Werbedruck. Und die 534 Millionen Bruttofranken lagen tatsächlich auch 7,6 Prozent über dem September.

Gegenüber dem Oktober im Vor-Corona-Jahr aber liegt der Weinmonat 2020 um 10,6 Prozent tiefer, wie aus den neusten Zahlen von Media Focus hervorgeht.

So sehr diese «Brutto-Brutto-Zahlen» auch mit Vorsicht zu geniessen sind, wenn man etwas über die realen Geldflüsse im Werbemarkt aussagen möchte: Der Niveau-Unterschied zwischen Corona- und Vor-Corona-Jahr spricht Bände.

Während nämlich der Werbe-Druck von März bis Mai bis zu 40 Prozent unter dem Vorjahr lag, hat er seit der Lockerung des Lockdowns nie mehr auf das alte Niveau zurückgefunden: Seit Juni liegt der Werbe-Druck Monat für Monat rund zehn Prozent tiefer als 2019.

Auch bei den einzelnen Werbekanälen spiegelt sich dieser Niveau-Rückgang wider. Einzige Überraschung bleibt Out-of-Home, welches sich im Vorjahresvergleich auch im Oktober steigern konnte.

Ähnlich durchzogen sieht es bei den Branchen aus: Nur drei von den 21 berücksichtigten Branchen lagen im Corona-Oktober im Plus gegenüber dem Vorjahr. Um satte 25,5 Prozent konnte die Lebensmittelbranche zulegen. Und die Energieanbieter sorgten für 9,5 Prozent mehr Werbe-Druck, die Tabakkonzerne erzielten ein Plus von 3,7 Prozent.