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Dienstag
21.07.2020

Kino

Firmensitz von Wirecard in Aschheim bei Münschen...

Schon heute gehört Wirecard zu den ganz grossen Wirtschaftsskandalen in Deutschland. Das 1999 als Start-up gegründete Unternehmen für Zahlungsdienstleistungen krachte im Juni mit Getöse zusammen, am 25. Juni wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.

Ein Wirtschaftskrimi vom Feinsten: Als vor ein paar Wochen die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young aufzeigten, dass für sagenhafte 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz keine Aktiven belegbar waren, sauste die Aktie der börsenkotierten Wirecard in den Keller.

Wirecard bietet unter anderem Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr, das Risikomanagement sowie die Herausgabe und Akzeptanz von Kreditkarten an.

Nun will Nico Hofmann das Drama um den Dax-Konzern verfilmen. Der bekannte deutsche Regisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor sprach gegenüber der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» (FAS) von einer immensen «Fallhöhe des Stoffs».

Es gebe kaum eine Facette des wirtschaftlichen Zusammenlebens, das nicht berührt wäre. «Gravierende Fehler bei der Aufsicht, politische Blauäugigkeit, um den Technologie-Standort Deutschland brillieren zu lassen, geprellte Anleger und Machtphantasien, die den internationalen Börsenmarkt wie einen Bürgerkrieg sehen», so der Geschäftsführer der Filmgesellschaft Ufa.

Und um diesen Themenkreis dreht sich die «90-minütige dokufiktionale Aufarbeitung», wie ihn die Sonntagszeitung zitiert.