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Freitag
03.07.2020

Medien / Publizistik

Mit dem Geld könne das UBS Center sein Ziel weiterverfolgen, zu den «weltweit führenden Wirtschaftsinstituten» zu gehören. Hier im Bild: Joschka Fischer (l.) und Instituts-Direktor Ernst Fehr.

Die Grossbank UBS zahlt über die nächsten zehn Jahre 25 Millionen Franken zur Weiterführung des UBS Center for Economics in Society an der Universität Zürich.

«Mit der neuen Spende erhält die UBS Foundation die Mittel und die Möglichkeit, um eine zusätzliche Professur zu stiften und das Stipendienprogramm für Doktorierende weiterzuführen», schrieb die Uni Zürich am Donnerstag zum neuen Millionenzustupf vom Paradeplatz.

Das Institut werde sich weiterhin auf den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft fokussieren. Das UBS Center, das 2012 mit einer 100-Millionen-Überweisung der Bank gegründet wurde, ist am Institut für Volkswirtschaftslehre assoziiert und soll mit den neuen Millionen bis 2032 finanziert werden.

«Gerade auch in schwierigen Zeiten nehmen wir weiterhin unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr», lässt sich UBS-Boss Sergio Ermotti in der mit Lob überhäuften Medienmitteilung zitieren. «Unser erneutes Engagement ist ein klares Bekenntnis zum Bildungs- und Wissenschaftsstandort Schweiz.»

Gabriele Siegert, Rektorin ad interim der Universität Zürich, wird mit folgenden Worten zitiert: «Ich freue mich sehr über die Verlängerung des Engagements der UBS. Das UBS Center ist von grosser Bedeutung für den Erfolg des Department of Economics». Auch Ernst Fehr, Ökonomieprofessor und Direktor des UBS Centers, geizt nicht mit Lobhudeleien: «Dank dem UBS Center ist es dem Department of Economics gelungen, international herausragende WissenschaftlerInnen und DoktorandInnen anzuziehen.»

Mit den 25 Millionen Franken könne das Department of Economics gemäss Mitteilung ausserdem «sein ambitioniertes Ziel» weiterverfolgen, mittelfristig zu den «weltweit führenden Wirtschaftsinstituten» zu gehören.

Bei der Gründung des Instituts im Jahr 2012 sorgten die UBS-Millionen für einen Skandal. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler äusserten Befürchtungen, dass die Grossbank Einfluss auf die Forschung nehmen könnte.