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Mittwoch
22.7.2015

Medien / Publizistik

Bis heute ist die Translation-Probst AG das einzige einheimische Übersetzungsbüro, das vom Schweizer Bund mit dem KTI-Label ausgezeichnet wurde. Beim Besuch des Klein Reports vor Ort in Winterthur sagte CEO und Gründer Roman Probst voller Freude: «Es ist schwierig, und man kann es nicht kaufen.»

Die Auszeichnung, die von der Kommission für Technologie und Innovation verliehen wird, erhalten nur über längere Zeit geprüfte innovative Unternehmen. Dabei werden auch Qualitätssicherungsprozesse und die IT-Security durchleuchtet. «Den mit dieser Auszeichnung verbundenen umfangreichen Evaluations- und Coaching-Prozess der KTI haben wir bisher als einziger Übersetzungs- und Sprachdienstleister schweizweit bestanden - das macht uns einzigartig», sagt Probst mit sichtlichem Stolz.

Aktuell gehe es beim Übersetzen darum, die Sprache des Kunden zu sprechen: «Im heutigen Verdrängungsmarkt gehen die Kunden davon aus, dass ein Text fachlich, inhaltlich und grammatikalisch korrekt übersetzt ist», erklärt Probst, der von 2003 bis 2007 Journalismus und Organisationskommunikation an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) studierte. «Der Käufer fühlt an sprachlichen Nuancen, ob ihn der Anbieter ernst nimmt, er seine Sprache spricht und auf seine Tonalität eingeht.»

Wichtig seien auch die sozialen Medien. «Positive Meldungen verbreiten sich viral und sind beste Mundwerbung für den Anbieter», so Probst, der ebenfalls an der ZHAW in Winterthur 2014 den Kurs CAS Digital Marketing abschloss. Der Netzwerker ist deshalb auch Co-Moderator der grössten Xing-Gruppe in Marketing & Kommunikation und hält Referate unter anderem an Berufsschulen, Messen und Kommunikationsveranstaltungen.

Heutzutage geschehen Übersetzungen oft erst in letzter Sekunde, erklärt er dem Klein Report das Tempo, das auch im Übersetzungsbereich Einzug gehalten hat. Der Zeitfaktor ist enorm wichtig geworden: «Dies gilt insbesondere bei Medienmitteilungen für börsenkotierte Unternehmen, bei Präsentationen oder in der Unternehmenskommunikation.»

Vor zehn Jahren wurde er deshalb noch belächelt, als er die Drei-Stunden-Lieferfrist im Markt einführte. «Inzwischen beneiden uns andere Übersetzungsbüros darum und wir erhalten von unserer Konkurrenz sogar Aufträge für dringende Übersetzungen», verrät Probst.

2004 gründete der heute 43-Jährige die Translation-Probst AG. Heute gehören zu seinem Fürhungsteam Mark Cheetham, Leiter Projektmanagement, und Marion Gubler, Leiterin Agentenmanagement & CLT, beide im Range von Stellvertretern in der Geschäftsführung. Die meisten der 25 Angestellten arbeiten in den technisch hochmodernen Büroräumlichkeiten an der Technoparkstrasse 3 im ehemaligen Sulzer Areal. Filialen betreibt Probst aber auch in Schaffhausen und Lausanne.

Fachliche Verstärkung erhält Roman Probst auch aus dem Verwaltungsrat, in dem nebst dem Gründer selber als VR-Präsident Dr. Rolf Specht, der Germanistik, Theologie und Theaterwissenschaften studierte, sitzt. Specht ist Gründer und geschäftsführender Partner der CO3 AG.

Juristische Beratung kommt von Dr. Michael Buchser (LL.M.). Buchser ist Dozent für Wirtschaftsprivatrecht und Steuerrecht an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur. Zudem gehört zum Verwaltungsrat Prof. Dr. Roman Dörig, Dr. oec. der Universität St. Gallen HSG.

Dörig leitet am Institut für Angewandte Medienwissenschaft der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften den Bereich Kontexte im Diplomstudiengang Journalismus und Organisationskommunikation.