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Donnerstag
18.10.2018

Medien / Publizistik

Das Online-Magazin erhält mit Sylke Gruhnwald und Michael Rüegg ab sofort eine fixe Chefredaktion. Sie übernehmen die Aufgaben des abtretenden Duos mit Wirtschafts-Autor Mark Dittli und Andrea Arezina, Chefin vom Dienst.

Die «Republik» erklärte das «Experiment der Jahreszeiten-Chefredaktion» am Mittwoch für beendet. Bislang wurde der Chefsessel in der Redaktion alle drei Monate neu besetzt. Dies sollte unter anderem eine «Verfestigung von Machtstrukturen verhindern», wie die ehemalige Geschäftsführerin Susanne Sugimoto dem Klein Report gesagt hatte.

Sylke Gruhnwald, die bei der «Republik» als Rechercheurin angestellt ist, und Autor Michael Rüegg übernehmen nun für das kommende Jahr. «Ihre zentrale Aufgabe: die Organisation und die Kultur der Redaktion so weiterzuentwickeln, dass wir noch agiler und schlagkräftiger werden», heisst es dazu.

Vor ihrem Engagement beim Online-Blatt war Gruhnwald bei der «Neuen Zürcher Zeitung» und später beim Schweizer Fernsehen (SRF), wo sie jeweils Datenteams aufbaute und leitete. 2016 wurde sie Reporterin beim «Beobachter».

Co-Chef Rüegg arbeitete als Werbetexter, bevor er Pressesprecher bei der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich wurde. Später war er als Zürich-Redaktor für die «Aargauer Zeitung» journalistisch tätig, bevor es ihn zwischenzeitlich in die Kommunikation der Stadt Zürich zog.

Die Verlegerinnen und Verleger, also die Abonnenten der «Republik», wurden am Mittwoch auch informiert, dass ihr Verlegerdasein nun aus dem theoretischen Dornröschenschlaf geweckt wird: «Jetzt starten wir mit der Praxis - und übertragen Ihnen erstmals verlegerische Rechte.»

Die Abonnentinnen können nun über die Genehmigung der Jahresrechnung und des Revisionsberichts, die Entlastung des Genossenschaftsvorstands, die Genehmigung des Budgets für das nächste Jahr und die Nachwahlen für den Vorstand abstimmen. Darüber hinaus wird ein 30-köpfiger Genossenschaftsrat gewählt, der als Brücke zwischen Verlegern und dem Vorstand der Genossenschaft dienen soll.

«Er soll eine Mischung werden aus Parlament, Aufsichts- und Kontrollgremium, Thinktank, Debattierklub und Ideenentwicklungslabor», sagt Philipp von Essen, Leiter der Geschäftsstelle von Project R.