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Samstag
09.02.2019

IT / Telekom / Druck

Kräfteverhältnisse bei 700-MHz-Frequenz

Genau 379'292’728 Franken fliessen in die Bundeskasse: Nach acht Tagen Feilschen sind die 5G-Frequenzen nun versteigert. Die Swisscom sicherte sich das grösste Kuchenstück.

Über eine «komfortable Frequenzausstattung» verfügten auch Salt und Sunrise, betonte Stephan Netzle, Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission (ComCom), am Freitagvormittag vor den Medien in Bern. 

Salt nahm in den 29 Bieterrunden total 95 Millionen Franken in die Hand, Sunrise warf 89 Millionen auf. Die Swisscom liess sich die Startposition im 5G-Markt 195 Millionen Franken kosten.

Weil Frequenzen ein «knappes öffentliches Gut» sind, müssen sie laut Gesetz dem Staat abgekauft werden. Die Auktionseinnahmen seien ein «angemessenes Entgelt», hiess es an der Medienkonferenz weiter.

Mit der Dense Air Ltd aus Dublin nahm auch ein bisher noch unbekanntes Gesicht auf dem Schweizer Telekommarkt an der Auktion teil, erwarb schlussendlich aber keine Frequenzen. Der Anbieter betreibt in Irland, Belgien und Portugal 4G- und 5G-Netze.

Die Frequenzvergabe sei «von zentraler Bedeutung für die Digitalisierung der Schweiz», hiess es weiter an der Medienkonferenz, wo auch Bakom-Direktor Philipp Metzger Fragen beantwortete.

Es gehe nicht nur um zügigeren Datenfluss auf dem Smartphone. 5G brauche es auch, um das «Internet der Dinge», Virtual Reality, selbstfahrende Autos oder medizinische Anwendungen weiterzuentwickeln. Die 5G-Technologie könne nun «rasch eingeführt werden».

Der genaue Fahrplan ist indessen noch unklar. Von der Swisscom war am Freitag zu erfahren, dass «bis Ende 2019 5G in 60 Städten und Gemeinden punktuell verfügbar sein soll».

2034 werden die Karten auf dem 5G-Markt nochmals ganz neu gemischt: Dann laufen die jetzt vergebenen Konzessionen aus.