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Freitag
27.03.2020

Medien / Publizistik

Druck von «Winterthurer Zeitung» und weiterer Gratiszeitungen wird aufgrund fehlender Werbeeinnahmen zum Teil ausgesetzt...

Bei den Gratiszeitungen von Swiss Regiomedia kommt es in der aktuellen Corona-Krise zu Ausfällen. Aufgrund fehlender Werbeeinnahmen wird der Druck einiger Titel teilweise ausgesetzt. Ausserdem hat der Verlag Kurzarbeit beantragt.

«Es handelt sich um Einzelnummern, die wegfallen. Das sind beispielsweise Ausgaben in der Osterwoche», sagte Martina Barth, Geschäftsführerin der Swiss Regiomedia AG, am Mittwoch auf Nachfrage des Klein Reports.

Unter den tangierten Zeitungen sind unter anderem die «Winterthurer Zeitung», die «Untersee Nachrichten» oder die «Aarauer Nachrichten» und einige weitere der insgesamt 28 Titel aus dem Portfolio von Swiss Regiomedia.

Nicht betroffen von dieser Massnahme sind die amtlichen Anzeiger, darunter das «Tagblatt der Stadt Zürich», der «Rümlanger» oder der «Furttaler». Auch die «Wiler Nachrichten» und die «Zuger Woche» erscheinen durchgehend.

«Unsere Zeitungen sind rein werbefinanziert. Als Lokalmedien sind wir besonders stark vom lokalen Gewerbe abhängig. Der Rückgang ist für uns spürbar», begründete Martina Barth den Entschluss des Verlags, einzelne Ausgaben nicht zu drucken.

Inserate für Veranstaltungen, Frühlingsmessen oder auch Autoausstellungen fallen derzeit komplett weg, sagt Barth. Sie hat aber auch gute Argumente für neue Buchungen in der aktuellen Situation: «Wer jetzt wirbt, fällt natürlich besonders auf.»

Trotz der Print-Ausfälle würden die Redaktionen bei Swiss Regiomedia gemäss der Geschäftsführerin relativ normal weiterlaufen – wo es möglich ist, werde im Home Office gearbeitet, ansonsten würden die Arbeitsplätze mit genügend Abstand separiert.

«Wir haben auch Kurzarbeit beantragt, da wo es notwendig ist. Die Journalistinnen und Journalisten sind davon weniger tangiert, betroffen sind insbesondere die Anzeigenberatung und der Anzeigenverkauf. Seit Dienstag wurden die Arbeitspensen in diesen Bereichen reduziert», führte Martina Barth gegenüber dem Klein Report abschliessend aus.