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Freitag
26.02.2021

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Die Verbände fordern, dass finanzielle Nachteile aufgrund von Einschränkungen oder Absagen bis zu maximal 90 Prozent abgesichert werden...

Die Veranstaltungsbranche hat die Schnauze voll: In einem gemeinsamen Appell haben sechzehn Verbände einen finanziellen Schutzschirm für Corona-bedingte Absagen vom Bund gefordert. Dieser Schutzschirm soll eine gewisse Planungssicherheit ermöglichen.

Aufgrund der langen Planungsvorlaufzeit sei die Veranstaltungsbranche in besonderer Weise von der Corona-Pandemie betroffen, schreiben die Expo Event Swiss LiveCom Association und fünfzehn Verbände am Donnerstag. Damit Events ab Sommer wieder durchgeführt werden können, bedürfe es einem Hilfsprogramm, so der Appell weiter.

Konkret sollen mit diesem «Covid-Impulsprogramm» finanzielle Nachteile aufgrund kurzfristiger Einschränkungen, Absagen oder Verschiebungen in der Zeit von 1. Juni 2021 bis 30. April 2022 bis zu «maximal 90 Prozent» abgesichert werden.

Ziel des Schutzschirmes sei es, für die Veranstaltungsbranche sowie deren Auftraggeber das Planungsrisiko zu «reduzieren» und damit die stillgelegten Planungsarbeiten für Veranstaltungen ab Frühsommer 2021 zu «aktivieren», wie die Verbände weiter fordern.

«Wenn wir jetzt keine Perspektive erhalten, werden in diesem Jahr nur sehr wenige Veranstaltung stattfinden, auch wenn es die epidemiologische Lage zulassen würde, weil das finanzielle Risiko unter diesen Voraussetzungen schlicht untragbar ist», lässt sich Christoph Kamber, Präsident von Expo Event Swiss LiveCom Association, zitieren.

Wegen den behördlichen Verordnungen können bis mindestens Mai keine Veranstaltungen durchgeführt werden. Somit werde das finanzielle Überleben vom Verlauf des zweiten Halbjahres abhängen, für das «nicht zuletzt auch aufgrund von Verschiebungen viele Events geplant» seien, betonte Beat Zwahlen, CEO der MCH Group, in der Mitteilung.

Gemäss dem Appellschreiben hätten alleine die Messeveranstalter aufgrund der aktuellen Lage 2021 «schon über 35 Messeprojekte» absagen müssen. Daraus resultiere bereits jetzt ein Umsatzverlust von über 220 Millionen Franken, was rund ein Drittel des Jahresumsatzes ausmache.

Unter den Verbänden, die sich dem Appell angeschlossen haben, befinden sich neben der Expo Event Swiss LiveCom Association auch Promoter Suisse (Dachverband der Schweizer Musikveranstalter), die Swiss Music Promoters Association (SMPA) oder der Verein Schweizer Stadion- und Arenabetreiber (VSSA).