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Donnerstag
27.02.2020

Medien / Publizistik

Hilfe für Boxen: Auch «20 minutes» profitiert

Mit Sofortmassnahmen für die serbelnden Zeitungen prescht die Stadt Genf bei der Medienförderung vor. Das am Montag geschnürte Paket ist 80'000 Franken schwer.

Unter anderem soll die Distribution über Zeitungsboxen unterstützt werden, wie aus einer Mitteilung der Stadtbehörden hervorgeht. Davon profitieren Titel wie GHI, «Tout L’Immobilier», «Le Courrier» oder die Tamedia-Blätter «Le Matin Dimanche», «Tribune de Genève» und auch «20 minutes».

Mit den Gebühren auf den 800 Boxen, die auf dem Stadtgebiet verteilt sind, verdient die Stadt zurzeit gegen 40'000 Franken pro Jahr.

Die anderen 40'000 Franken stellt die Stadt laut Mitteilung für «innovative Projekte» zur Verfügung, die Debatten lancieren oder die Rolle der Medien vermitteln sollen. Die Stadtregierung stützt diese Massnahme auf das Modell, das sie 2013 für die Zuschüsse an «unabhängige» Buchhandlungen geschaffen hat.

Zudem hat die Stadt zusammen mit den vier Medien «Tribune de Genève», «Le Temps», «Le Courrier» und heidi.news eine Infobroschüre entwickelt. Speziell den jungen Menschen erklärt das 16-seitige Heft, wie wichtig ein vielfältiges und journalistisches Informationsangebot für die demokratische Meinungsbildung sei. Auch können die jungen Leser die digitalen Abos der vier Titel vergünstigt abonnieren.

Diese «Pilotmassnahmen» seien temporär und würden 2021 evaluiert, heisst es weiter.

Im Januar hatte die Waadtländer Kantonsregierung ein über 6 Millionen schweres Massnahmenpaket für die Medienförderung beschlossen. Das Paket muss noch durchs Parlament.